Lamb Weston-Aktie: Großaktionär fordert mehr Tempo!

Der aktivistische Investor Starboard Value hat seine Position bei Lamb Weston ausgebaut und drängt auf schnellere Kostensenkungen sowie eine mögliche Veräußerung des Asien-Pazifik-Geschäfts.

Auf einen Blick:
  • Starboard Value ist nun einer der größten Aktionäre von Lamb Weston
  • Der Aktivist fordert Kosteneinsparungen von mindestens 500 Millionen Dollar jährlich
  • Die Aktie verlor in den vergangenen zwölf Monaten mehr als zehn Prozent
  • Ein Verkauf des Asien-Pazifik-Geschäfts steht zur Diskussion

In den vergangenen zwölf Monaten verlor die Aktie des Tiefkühl-Pommes-Herstellers Lamb Weston mehr als zehn Prozent an Wert. Nun hat der aktivistische Investor Starboard Value seine Position deutlich ausgebaut und zählt zu den größten Aktionären des Unternehmens, wie das Wall Street Journal berichtet. Die genaue Höhe der Beteiligung wurde nicht bekannt, doch Starboard dürfte die jüngste Schwäche genutzt haben, um günstig nachzukaufen.

Das in Idaho ansässige Unternehmen mit einem Börsenwert von rund 6,5 Milliarden Dollar ist der größte Hersteller von Pommes frites in Nordamerika und weltweit die Nummer zwei. Zu den Kunden zählen Schwergewichte wie McDonald’s und Chick-fil-A. Doch steigende Menüpreise haben die Nachfrage gedämpft, und Lamb Weston geriet zusätzlich unter Druck, weil das Management nach Einschätzung von Analysten die Kapazitäten zu schnell ausgebaut und die eigenen Preise zu stark angehoben hatte.

Lamb Weston Holdings Aktie Chart

Zweiter Aktivist innerhalb eines Jahres

Bereits im vergangenen Sommer hatte der Aktivist Jana Partners Druck auf Lamb Weston ausgeübt und operative Verbesserungen sowie eine mögliche Veräußerung des gesamten Unternehmens gefordert. Jana sicherte sich mehrere Sitze im Verwaltungsrat und vermied so einen Stellvertreterkrieg. Im Januar 2025 übernahm Mike Smith die Position des Vorstandsvorsitzenden. Ende vergangenen Jahres warnte das Unternehmen vor Gewinnbelastungen durch Preiszugeständnisse und steigende internationale Fertigungskosten, woraufhin die Aktie an einem einzigen Tag mehr als 20 Prozent einbrach.

Starboard unterstützt nach Angaben von mit der Sache vertrauten Personen das aktuelle Management und die Bemühungen von Jana. Allerdings sieht die Investmentfirma weiteren Handlungsbedarf und fordert ein höheres Tempo bei den Reformen. Lamb Weston selbst hat angekündigt, in den kommenden Jahren jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 250 Millionen Dollar zu erreichen. Starboard hält dieses Ziel für zu bescheiden und fordert mindestens das Doppelte.

Asien-Pazifik-Geschäft könnte zur Disposition stehen

Die Aktivisten sehen Lamb Weston als führendes Unternehmen in einer bereits konsolidierten Branche, das seine Fähigkeit unter Beweis gestellt hat, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen, insbesondere in Nordamerika. Während das internationale Geschäft weiterhin Schwierigkeiten bereitet, schlägt Starboard einen Verkauf der Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum vor. Das Unternehmen selbst erklärte in einer Stellungnahme, es schätze den „fortlaufenden und konstruktiven Dialog“ mit seinen Aktionären. Vorstand und Management handelten mit der nötigen Dringlichkeit und hätten bereits erhebliche Schritte unternommen.

Starboard hat Erfahrung in der Gastronomie- und Lebensmittelbranche. Die Firma war früher bei Bloomin‘ Brands und Darden Restaurants engagiert und arbeitete bereits gemeinsam mit Jana bei Mercury Systems. Bleibt die Frage, wie schnell Lamb Weston die geforderten Verbesserungen umsetzen kann und welche Auswirkungen ein möglicher Verkauf von Geschäftsbereichen auf die langfristige Wettbewerbsposition hätte.

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