Air Liquide greift auf dem US-Markt an. Der Industriegas-Riese investiert hunderte Millionen Dollar in neue Standorte für die Halbleiterbranche und die Chemieindustrie. Damit positioniert sich der Konzern frühzeitig für den KI-Boom und die Dekarbonisierung der Industrie.
Wasserstoff-Schub in Texas
In Texas fließen über 200 Millionen Dollar in eine neue Produktionsstätte in Bay City. Die Anlage soll künftig Synthesegas und wasserstoffarme Energieträger für die chemische Industrie liefern. Im gleichen Schritt plant Air Liquide ein innovatives CO2-Recycling. Dies senkt den jährlichen Ausstoß am Standort um rund 64.000 Tonnen. Der Betrieb beginnt voraussichtlich Anfang 2029.
Dazu kommen Kapazitäten für die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Effizienz und ökologische Standards, um seine Marktanteile im US-Chemiesektor zu sichern.
Fokus auf KI-Speicherchips
Parallel dazu baut der Konzern seine Präsenz im Halbleiter-Sektor aus. In Indiana entstehen für über 170 Millionen Dollar neue Anlagen für hochreine Gase. Diese versorgen künftig die Fabriken von SK hynix. Dort fertigt der Partner spezielle Speicherchips für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2028 vorgesehen.
Die Versorgung mit Stickstoff und Argon ist für diese High-Tech-Produktion unverzichtbar. Mit dem langfristigen Vertrag bindet Air Liquide einen der wichtigsten Akteure im globalen Chipmarkt an sich.
Solide Performance im Depot
Die Aktie spiegelt den Wachstumskurs wider. Bei einem aktuellen Kurs von 174,98 Euro verbucht das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von rund 20 Prozent. Damit notiert der Wert nur knapp vier Prozent unter seinem Rekordhoch vom 6. Juli. Analysten von J.P. Morgan erwarten für das zweite Quartal Ergebnisse im Rahmen der Prognosen.
Die massiven Investitionen unterstreichen die langfristige Strategie in den USA. Durch die Kopplung an die Chipindustrie sichert sich Air Liquide stabile Einnahmen in einem wachstumsstarken Umfeld. Der Fokus liegt nun auf der termingerechten Umsetzung der Bauvorhaben bis 2028.
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