Air Liquide rückt näher an das Herz der KI-Revolution. Der französische Gase-Spezialist investiert knapp 200 Millionen Euro in Südkorea, um die Produktion von High-Bandwidth Memory (HBM) massiv zu unterstützen. Damit sichert sich der Konzern eine Schlüsselrolle bei der Fertigung von Hochleistungschips für Künstliche Intelligenz.
Expansion in Cheongju
Grundlage der Investition ist ein langfristiger Liefervertrag mit dem Halbleiter-Giganten SK hynix. Air Liquide wird in der Provinz Chungcheongbuk eine neue Anlage zur Produktion von hochreinem Stickstoff und Druckluft errichten. Diese Gase sind essenziell für die Fabrik „P&T7“, in der SK hynix modernste Speicherchips testet und verpackt.
Der Startschuss für die neue Produktionseinheit ist für Ende 2027 geplant. Parallel dazu nutzt das Unternehmen die Synergien aus der Übernahme von DIG Airgas. Dieser Zukauf Anfang des Jahres stärkte die Präsenz von Air Liquide auf dem südkoreanischen Markt bereits erheblich und liefert nun die Basis für den weiteren Ausbau im Elektroniksektor.
Kurs nähert sich Rekordhoch
Die Anleger reagieren positiv auf die Expansionspläne in Asien. Die Aktie kletterte am Mittwoch um ein Prozent auf 178,54 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert damit ein Plus von 11,53 Prozent.
Das 52-Wochen-Hoch von 189,52 Euro rückt durch diese Entwicklung wieder in greifbare Nähe. Ein RSI von 68 signalisiert eine robuste Aufwärtsbewegung, während die Volatilität mit rund 25 Prozent stabil bleibt.
Der Fokus auf den wachsenden Bedarf an KI-Komponenten festigt die Rolle von Air Liquide als Partner in der globalen Halbleiter-Lieferkette. Mit dem Projekt in Cheongju sichert sich das Unternehmen langfristige Abnahmemengen in einem der derzeit dynamischsten Industriesegmente.
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