Die Aktie von Kyverna Therapeutics legte am Montag kräftig um 12,59 % zu. Der Grund: Das Biotech-Unternehmen aus Emeryville, Kalifornien, veröffentlichte Langzeit-Folgedaten aus der Phase-2-Portion seiner Zulassungsstudie KYSA-6 für den Wirkstoffkandidaten miv-cel bei generalisierter Myasthenia gravis, einer Autoimmunerkrankung des neuromuskulären Systems. Und die Zahlen können sich sehen lassen.
Kyverna Therapeutics Aktie Chart
Tiefer als erwartet
Laut Kyverna zeigten die Daten mit Stand 25. Februar tieferes klinisches Ansprechen als noch beim vorherigen Zwischenstand. Konkret: Alle Patienten erreichten klinisch bedeutsame Verbesserungen sowohl im MG-ADL-Score als auch im QMG-Score, also den zentralen Messinstrumenten für den Schweregrad der Erkrankung im Alltag und in der klinischen Beurteilung. Als klinisch bedeutsam gilt dabei eine Reduktion von mindestens zwei Punkten beim MG-ADL und drei Punkten beim QMG.
Die durchschnittlichen Reduktionen in Woche 24 lagen bei 8,5 Punkten im MG-ADL und 11,3 Punkten im QMG, demnach weit über dieser Mindestschwelle. Das ist beachtlich.
Phase 3 bekommt Rückenwind
Kyverna sieht die Ergebnisse als Bestätigung für den nun laufenden Phase-3-Teil der Studie, in dem MG-ADL und QMG als co-primäre Endpunkte gemessen werden. Das ist wichtig, denn was in Phase 2 funktioniert, muss in Phase 3 erst noch standhalten. Allerdings liefert ein Ansprechen bei allen Patienten schon mal eine solide Ausgangslage.
Einmal verabreicht, ambulant möglich?
Dazu kommt ein weiterer Punkt, den Kyverna betont: miv-cel ist eine einmalige Therapie und zeigte ein gut verträgliches Sicherheitsprofil. Das Unternehmen sieht darin das Potenzial, den Wirkstoff in ambulanten Einrichtungen verabreichen zu können. Für eine CAR-T-Zelltherapie wäre das ein echter Unterschied, denn bisher sind solche Behandlungen fast immer an stationäre Aufenthalte gebunden.
Ob die Phase 3 das alles bestätigt, steht noch aus. Aber die Ausgangslage sieht besser aus als vor diesem Montag.
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