Kweichow Moutai-Aktie: Erstmals seit dem Börsengang im Minus!

Der chinesische Luxus-Schnapshersteller verzeichnet erstmals seit 2001 sinkende Umsätze und Gewinne. Grund sind eine abkühlende Wirtschaft und veränderte Konsumgewohnheiten.

Auf einen Blick:
  • Nettogewinn sank 2025 um 4,5% auf 82,32 Milliarden Yuan
  • Aktie verlor am Freitag 3,8% - schlechtester Tag seit einem Jahr
  • Preiserhöhung für Feitian Moutai als positives Signal gewertet
  • Nachhaltige Erholung hängt laut Analysten am chinesischen Immobilienmarkt

Kweichow Moutai hat ein historisch schlechtes Jahr hinter sich. Zum ersten Mal seit dem Börsengang 2001 sind sowohl Umsatz als auch Gewinn gesunken. Der Nettogewinn fiel 2025 um 4,5% auf 82,32 Milliarden Yuan, der Umsatz gab 1,2% nach auf 168,84 Milliarden Yuan. Das lag deutlich unter den Markterwartungen und verfehlt die eigene Guidance. Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Minus von 3,8%, dem schlechtesten Handelstag seit einem Jahr.

Sparsamkeit trifft Luxusschnaps

Die Gründe sind nicht schwer zu finden. Chinas Wirtschaft kühlt ab, die Konsumenten werden vorsichtiger. Dazu kommen staatliche Sparsamkeitsregeln, die Alkohol bei offiziellen Anlässen verbieten. Baijiu, der aus fermentierten Getreidesorten gebrannte Schnaps, war jahrzehntelang das Geschenk schlechthin unter chinesischen Geschäftsleuten. Die jüngere Generation interessiert sich schlicht weniger dafür.

Auch die Submarken von Moutai spüren den Druck: Deren Umsatz brach um 9,8% auf 22,27 Milliarden Yuan ein. Ähnliches berichten Wettbewerber wie Wuliangye Yibin, dessen Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 um 10% fiel, und Luzhou Laojiao mit einem Rückgang von 4,8% im gleichen Zeitraum.

Preiserhöhung als Hoffnungszeichen

Moutai versucht gegenzusteuern. Anfang 2026 wurde ein marktorientierter Reformplan vorgestellt: neue Produktstruktur, breitere Vertriebskanäle, dynamische Preismechanismen. Zudem erhöhte das Unternehmen den Fabrikabgabepreis für sein Flaggschiff Feitian Moutai um 100 Yuan pro Flasche, den Einzelhandelspreis um 40 Yuan. Viele Analysten werteten das als positive Überraschung, weil Moutai so 60 Yuan pro Flasche mehr in der eigenen Kasse behält statt sie an Händler weiterzugeben. Citi bezeichnete 2025 als „Reset-Jahr“ für das Betriebsmodell.

Nicht alle sind überzeugt

Denn CGS merkt an, dass diese Preiserhöhung die kleinste in der Unternehmensgeschichte war. Das spiegelt eben wider, wie verhalten die Nachfrage wirklich ist. Daiwa wiederum macht eine nachhaltige Erholung abhängig von Chinas Immobilienmarkt und dem damit verbundenen Vermögenseffekt. Beides ist derzeit alles andere als stabil. Moutai war einmal das wertvollste Unternehmen des chinesischen Festlands. Heute ist es die Nummer fünf, hinter zwei Staatsbanken, CATL und Sinopec. Ein langsamer Abstieg für einen Schnaps, der eigentlich unantastbar schien.

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