Kurssturz bei Adobe: Ist hier eine Chance?

Die Aktie von Adobe verliert zweistellig, doch hinter dem Kursrutsch stehen starke Zahlen, viel Cash und neue KI-Fantasie für mutige Anleger.

Auf einen Blick:
  • Adobe: Aktie verliert 12,5 Prozent in nur einem Monat
  • Free Cashflow steigt auf fast 10 Mrd. Dollar
  • Cashflow-Rendite von rund 8 Prozent selten im Tech-Sektor
  • KI treibt Nutzerzahlen und Umsatzwachstum
  • Adobe: Aktie bleibt anfällig für Marktschwankungen

Adobe rückt wieder ins Rampenlicht der Börse. Die Aktie liegt innerhalb eines Monats mit 12,5 Prozent im Minus und wirkt angeschlagen. Doch unter der Oberfläche brodelt es.

Trotz schwächerer Kurse liefert der Softwarekonzern starke Zahlen. Und genau das sorgt für neue Fantasie bei Anlegern.

Adobe Aktie Chart

Adobe schwimmt im Geld

Adobe hat im letzten Jahr gute Ergebnisse geliefert.

Zahlen Adobe 2025 im Überblick

KennzahlGemeldetVorjahr
Umsatz23,76 Mrd. Dollar21,50 Mrd. Dollar
Gewinn7,13 Mrd. Dollar5,56 Mrd. Dollar
Free Cashflow9,85 Mrd. Dollar7,87 Mrd. Dollar

Der freie Cashflow ist eine Wucht. Die Cashflow-Rendite liegt bei fast 8,0 Prozent.

Info: Die Cashflow-Rendite (meist Free-Cashflow-Rendite) zeigt, wie viel Cash ein Unternehmen im Verhältnis zum Börsenwert erwirtschaftet. So wird sie berechnet: Cashflow-Rendite = Free Cashflow ÷ Marktkapitalisierung × 100

Das ist selten bei großen Tech-Konzernen. Dieses Geld verschafft Spielraum. Adobe kann investieren, Übernahmen stemmen oder eigene Aktien zurückkaufen. All das macht die Aktie grundsätzlich attraktiv.

Adobe: Vorstand rechnet mit Wachstum

Für 2026 erwartet das Management ein Wachstum der wiederkehrenden Umsätze von mehr als zehn Prozent. Treiber ist vor allem KI. Immer mehr Kunden nutzen Funktionen wie Firefly. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer kostenloser KI-Angebote sprang um 35 Prozent auf über 70 Millionen.

Zudem stärkt die Übernahme von Semrush das Marketinggeschäft. Neue Abo-Modelle binden Kunden enger, auch wenn sie weniger KI-Credits enthalten.

Adobe: Günstig bewertet

Die Bewertung wirkt ebenfalls moderat. Die Aktie notiert deutlich unter früheren Höchstständen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt unter dem langfristigen Durchschnitt. Fundamental zeigt sich Adobe robust. Die operative Marge kratzt an 37 Prozent. Das Umsatzwachstum bleibt solide.

Doch es gibt eine Schattenseite. Adobe reagiert empfindlich auf Börsenturbulenzen. In früheren Krisen brach die Aktie massiv ein. Dotcom-Blase, Finanzkrise, Inflation 2022 – jedes Mal ging es steil nach unten. Selbst kleinere Marktschocks führten zu Verlusten von über 25 Prozent.

Fazit: Adobe liefert starke Zahlen und viel Cash. Trotzdem bleibt das Risiko hoch. Anleger sollten wissen, worauf sie sich einlassen. Die Story klingt gut. Der Weg bleibt holprig.

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