Kulicke and Soffa: Ende Juni aus Russell-Indizes gestrichen

Kulicke and Soffa verliert neun Prozent an Wert, obwohl der Halbleiterausrüster zuvor starke Quartalszahlen vorlegte. Grund ist die Index-Streichung.

Auf einen Blick:
  • Fast neun Prozent Kursverlust
  • Rekordumsatz von 242,6 Mio. Dollar
  • Speichergeschäft wächst um 93 Prozent
  • Index-Auslösung löst Verkaufsdruck aus

Kulicke and Soffa erlebt einen heftigen Rücksetzer. Am Donnerstag verlor das Papier fast neun Prozent an Wert. Dabei meldete der Halbleiter-Ausrüster erst kürzlich glänzende Quartalszahlen.

Rekordwachstum bei Speicherlösungen

Der Konzern übertraf im zweiten Fiskalquartal 2026 sämtliche Prognosen. Der Umsatz erreichte 242,62 Millionen US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 230 Millionen US-Dollar gerechnet.

Besonders das Geschäft mit Speicherlösungen boomt. Das Segment wuchs im Vergleich zum Vorquartal um 93 Prozent. Grund dafür ist der massive Hunger nach NAND-Speicher für moderne Rechenzentren.

Investitionen in neue Chip-Technologie

Für das kommende Quartal setzt das Management die Messlatte hoch. Ein Umsatz von rund 310 Millionen US-Dollar ist das Ziel. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf etwa einen US-Dollar steigen.

Hinzu kommen massive Investitionen in neue Bonding-Systeme für die Chip-Produktion. Jährlich fließen etwa 22 Millionen US-Dollar in diesen Bereich. Die Anlagen könnten künftig für Erlöse von bis zu 400 Millionen US-Dollar sorgen.

Der aktuelle Kurssturz auf 105,00 Euro hat primär technische Gründe. Kulicke and Soffa wurde Ende Juni aus mehreren Russell-Indizes gestrichen. Fonds, die diese Indizes abbilden, mussten ihre Bestände daraufhin massiv reduzieren.

Trotz der kurzfristigen Turbulenzen bleibt die Bilanz für 2026 beeindruckend. Seit Jahresbeginn kletterte die Aktie um über 150 Prozent. Anfang Juli schüttet der Konzern planmäßig eine Dividende von 0,205 US-Dollar je Aktie aus.

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