Die Aktie von K+S schoss am Donnerstag um rund 16 Prozent auf 18,02 Euro nach oben und war damit klarer Spitzenreiter im MDax. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier sogar rund 44 Prozent gewonnen. Der Düngerkonzern aus Kassel stellte für 2026 einen operativen Gewinn zwischen 600 und 700 Millionen Euro in Aussicht. Vorstandschef Christian Meyer betonte, dass das aktuelle Preisniveau für Kali spürbar höher liege als vor einem Jahr. Entscheidend für die weitere Entwicklung sei der Verlauf der Frühjahrssaison, in der die Nachfrage aus vielen Regionen gleichzeitig bedient werden müsse.
Analysten sehen Ausblick leicht über Erwartungen
Analystin Angelina Glazova von JPMorgan bewertete die Ziele des Unternehmens für das laufende Jahr als leicht über den Erwartungen liegend. Auch Sebastian Satz von der Citigroup verwies auf den etwas besseren Ausblick. Allerdings rückte Satz einen anderen Aspekt in den Fokus: den Iran-Konflikt und den nahezu stillstehenden Handelsverkehr durch die Straße von Hormus.
Für K+S könnte diese geopolitische Lage sogar von Vorteil sein. Rund zehn Prozent der weltweiten Kapazitäten für Kali befinden sich in dieser Region, und die Sperrung der Straße stelle ein erhebliches Risiko für die weltweite Verfügbarkeit von Schwefel dar. Dieser Rohstoff ist kritisch für verschiedene Spezialdüngemittel. K+S habe hier einen strukturellen Vorteil. Satz argumentierte, dass Schwefel bereits als natürlicher Bestandteil in den Düngern des Konzerns vorkomme. Das Unternehmen würde also von steigenden Schwefelpreisen auf dem Weltmarkt profitieren. Zudem gehe K+S davon aus, höhere Frachtkosten an die Kunden weitergeben zu können.
K+S AG Aktie Chart
Geschäftsjahr 2025 mit Licht und Schatten
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stieg der operative Gewinn bei stagnierendem Umsatz von 3,65 Milliarden Euro um rund zehn Prozent auf 613 Millionen Euro. Der Konzern profitierte von höheren Preisen für Dünger sowie für Industrieprodukte. Gerade höhermargige Düngerspezialitäten hatten sich bereits im Jahresverlauf gut verkauft. Dies habe den positiven Nebeneffekt, dass man höhere Energie- und Personalkosten mehr als ausgleichen könne, vor allem weil auch die Frachtkosten an sich gesunken seien.
Unter dem Strich verbuchte K+S allerdings wegen immenser Wertminderungen auf das Düngergeschäft einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis lag 2025 ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Wertanpassungen bei 125,5 Millionen Euro. Der bereinigte freie Mittelzufluss fiel mit gut 29 Millionen Euro nicht einmal halb so hoch aus wie 2024, doch steckte K+S viel Geld in das Werk Bethune in Kanada sowie in das Projekt Werra 2060.
Die Dividende soll von 15 auf 7 Cent je Aktie sinken und orientiert sich damit am bereinigten freien Mittelzufluss. Für 2026 hat K+S zudem rund 70 Prozent des europäischen und kanadischen Erdgasbedarfs preislich gesichert. Bleibt die Frage, wie nachhaltig die jüngste Kursrally ist und inwieweit die geopolitischen Risiken tatsächlich zu strukturellen Vorteilen für K+S führen.
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