K+S Aktie: Gewinnprognose 2026 auf 0,65 Euro gesenkt

K+S steigert Umsatz und EBITDA im ersten Quartal, rutscht jedoch je Aktie in die Verlustzone. Die Prognose für das Jahr wurde angehoben.

Auf einen Blick:
  • Umsatz und EBITDA gestiegen
  • Verlust je Aktie von 0,88 Euro
  • Jahresprognose für EBITDA erhöht
  • Dividende von 0,07 Euro gezahlt

Die jüngste Vorlage von K+S ist zwiespältig. Der Konzern meldete mehr Umsatz und ein höheres EBITDA, zugleich rutschte das Quartal unter dem Strich in die Verlustzone. Für Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil die operative Entwicklung besser aussah als der bereinigte Ergebniseindruck.

Mehr Umsatz, aber Verlust pro Aktie

Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 1,061 Milliarden Euro. Das EBITDA legte auf 279 Millionen Euro zu. Getrieben wurde das vor allem von starkem Streusalzgeschäft und höheren Kalipreisen.

Unterm Strich stand aber ein Verlust je Aktie von 0,88 Euro. Belastend wirkten höhere Kosten für Materialien, Energie und Fracht. Der angepasste freie Cashflow blieb mit 87 Millionen Euro zwar positiv, reichte aber nicht aus, um die Ergebnisschwäche zu überdecken.

Prognose rückt nach oben und unten zugleich

K+S hob die EBITDA-Prognose für das laufende Jahr auf 630 bis 730 Millionen Euro an. Zuvor hatte der Konzern 600 bis 700 Millionen Euro angepeilt. Beim freien Cashflow rechnet das Unternehmen weiter mit mindestens ausgeglichenen Werten.

Am Markt löste das keine klare Neubewertung nach oben aus. Die Konsensschätzung für den Gewinn je Aktie fiel für 2026 von 0,98 Euro auf 0,65 Euro. Das Kursziel blieb mit 15,46 Euro nahezu unverändert. Die Aktie schloss am Freitag bei 15,49 Euro und lag damit leicht über dem Konsenskursziel.

Dividende und Aktionärsstruktur

Die Aktionäre erhielten am Freitag eine Dividende von 0,0700 Euro je Aktie. Der Stimmrechtsanteil der Rossmann Beteiligungs GmbH sank zum 12. Mai von 9,24 Prozent auf 8,64 Prozent. Der über Instrumente gehaltene Anteil blieb bei 11,00 Prozent.

K+S selbst verweist für die kommenden Monate auf ein schwierigeres Umfeld. Der Konflikt im Nahen Osten sorgt weiter für Unsicherheit bei Stickstoff- und Phosphatdüngern. Hinzu kommt die übliche Saisonalität: Das erste und vierte Quartal laufen traditionell stärker, das dritte schwächer.

Für das zweite Quartal rechnet der Konzern mit einem spürbaren Rückgang gegenüber dem ersten. Das liegt auch an der außergewöhnlich hohen Streusalz-Nachfrage zu Jahresbeginn. Technisch wirkt die Aktie trotz des Jahresplus von 22,94 Prozent bereits wieder etwas heiß gelaufen: Der RSI liegt bei 75,3, der Kurs notiert rund 2,37 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

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