Noch Anfang Oktober 2025 stieg der Bitcoin (BTC) auf ein neues Allzeithoch bei mehr als 126.000 US-Dollar. Viele andere Kryptos konnten der „Mutter aller Kryptowährungen“ jedoch schon zuvor nicht mehr folgen und waren bereits auf Tauchstation gegangen. Doch mit einem weiter explodierenden Bitcoin hätten diese durchaus auch wieder nach oben drehen und erneut durchstarten können.
Was dabei möglich ist, kann man sich gerne mal in den entsprechenden Charts anschauen. Dabei muss man noch nicht einmal auf irgendwelche dubiosen Shitcoins schauen. Selbst die Nummer 2 des Krypto-Marktes (nach Market Cap.), der Ether von Ethereum (ETH), stieg zwischen April 2025 und August 2025, also in gerade einmal rund vier Monaten, von weniger als 1.500,00 auf fast 5.000,00 US-Dollar – mehr als eine Verdreifachung also!
Bitcoin (BTC) fiel in kurzer Zeit auf von neuen Allzeithochs auf 80.000 US-Dollar
Doch leider sorgte ausgerechnet US-Präsident Donald J. Trump im Oktober dafür, dass alle Bitcoin-Bullen in eine sogenannte Bullenfalle gerieten. Denn da neue Allzeithochs die stärksten Kaufsignale sind, setzen viele Anleger, zum Teil (hoch) gehebelt, auf weiter steigende Kurse. Doch Trump kam seinerzeit mit neuen Zoll-Drohungen gegen China um die Ecke – und provozierte damit den Absturz!
Seitdem konnten sich weder der Bitcoin, noch die Kryptos allgemein, wieder berappeln. Ja, zwischenzeitlich stieg der Bitcoin, ausgehend von den eben genannten 80.000 US-Dollar nochmal über 95.000 US-Dollar. Aber das war nur eine Gegenbewegung auf dem weiteren Weg nach unten. So prallte die „Mutter aller Kryptowährungen“ an wichtigen charttechnischen Widerständen ab und fiel anschließend, im Tief, auf rund 60.000 US-Dollar.
Dort zeigten die Bullen dann erstmals eine kräftige Reaktion und hievten ihn zügig wieder zurück auf 70.000 bis 72.000 US-Dollar. Hier aber scheiterte er kürzlich erneut – und wieder ging es down. Allerdings nicht mehr mit der Dynamik, die wir zuvor erlebt haben. Vielmehr scheint der Kurs nun im Bereich 65.000 US-Dollar aufgefangen zu werden. Doch wie geht es nun weiter?
Bitcoin/US-Dollar Chart
Laut Bitcoin(-Halving)-Zyklus im „Krypto Winter“, aber…
Die „Fans“ des Bitcoin(-Halving)-Zyklus konnten zuletzt frohlocken. Das neue Allzeithoch über 126.000 US-Dollar wurde quasi punktgenau dann erreicht, als es nach diesem Zyklus auch der Fall sein musste. Nun stehen wir zeitweise -50% tiefer. Laut dem Zyklus sollten wir uns jetzt ja auch im „Krypto Winter“ befinden – und so fühlt es sich zunächst einmal auch an. Aber tatsächlich denke ich nicht, dass wir im „Krypto Winter“ sind.
Vielmehr kommt mir die aktuelle Situation eher so ähnlich vor, wie seinerzeit, als mitten in der Pandemie-Zeit, Elon Musk verkündete, dass Tesla doch keine Bitcoin mehr zur Bezahlung mehr annehme, weil das Mining zu viel fossile Energie verbrauche. Was die Volksrepublik China zum Anlass nahm, die ganzen Miner aus dem Land zu werfen. Auch damals brach der Kurs heftig ein, ehe er dann später aber neue Allzeithochs erklomm.
Es fühlt sich an wie am Ende des Neuen Marktes
Auch fühlt es sich derzeit bei den Kryptos so ähnlich an, wie in der Endphase der „Dotcom Bubble“ beziehungsweise des Neuen Marktes. Auch damals folgte auf eine schier grenzenlose Euphorie eine längere Saure Gurken-Phase, in der niemand mehr etwas von Aktien, besonders Technologie-Aktien, wissen wollte. Viele Unternehmen endeten auch tatsächlich in der Insolvenz oder wurden zumindest übernommen, meistens deutlich unter ihren Höchstkursen.
Allerdings konnte man damals eben auch das ein oder andere Schnäppchen schießen. Wer Aktien wie ATOSS Software, Drillisch oder Nemetschek als „Pennystocks“ eingesammelt hat, konnte letztlich in recht kurzer Zeit sehr reich werden. Ich kannte jemanden aus Köln, der Drillisch als „Pennystock“ eingesammelt hatte und dadurch später eine persönliche Dividendenrendite von mehreren 100% hatte.
Meines Erachtens ist daher jetzt die Zeit reif, um großflächig in Kryptos zu investieren. Noch nicht sofort All-In, aber langsam und sukzessive. Dabei braucht man jetzt auch keine „Dips“ mehr zu kaufen, wenngleich dies natürlich generell immer sinnvoll ist. Aber es dürfte sich so allmählich ausgedippt haben. Stellt sich abschließend nur noch die Frage, auf welche Kryptos man denn jetzt setzen sollte.
Mehr oder weniger Risiko, das ist hier die Frage!
Grundsätzlich sind Kryptos volatiler und auch riskanter. Aber es gibt natürlich trotzdem Kryptos, die etwas weniger riskant sind als andere. Dies gilt besonders für die beiden etablierten „Bluechips“, also Bitcoin und Ether. Ferner kann man sich auch noch den Binance Coin (BNB), Solana (SOL), Tron (TRX), Cardano (ADA), Hyperliquid (HYPE) oder Chainlink (LINK) anschauen.
Wer es dagegen spekulativer mag, muss nach kleineren Projekten/Coins/Tokens Ausschau halten. Dann kommt er jedoch relativ schnell zu Stellar (XLM), Litecoin (LTC), Hedera (HBAR), Avalanche (AVAX) oder auch SUI. Und schaut man noch weiter, findet man Toncoin (TON), Polkadot (DOT), UniSwap (UNI), Bittensor (TAO), Sky (früher: Maker (MKR) sowie Near Protocol (NEAR) und ONDO.
Aber auch Polygon (POL, früher: MATIC), Cosmos (ATOM), Kaspa (KAS), Quant (QNT), Algorand (ALGO), Aptos (APT), XDC Network (XDC), Filecoin (FIL), Render (RENDER, früher: RNDR), VeChain (VET), Arbitrum (ARB) und viele andere sind noch längst nicht tot. Bekanntlich gehört den Mutigen die Welt – und wer jetzt mutig zugreift, wird vielleicht noch nicht sofort belohnt. Aber auf Sicht einiger Monate wohl schon!
Genau aus diesem Grund überlege ich derzeit sogar entweder ein kleines Musterdepot oder eine kleine Empfehlungsliste aufzubauen. Dazu würde mich Ihre Meinung, liebe Leserinnen und Leser, sehr interessieren. Würden Sie das gut finden oder nicht? Und was würden Sie dabei bevorzugen? Ein Musterdepot ist leider normalerweise recht starr. Hier wäre das aber egal, weil wir wahrscheinlich einkaufen und dann „hodln“ würden…
In diesem Sinne wünsche allen Leserinnen und Lesern, eine schöne Woche sowie uns allen schon bald eine etwas weniger geruhsame, weil von explosiven Kursgewinnen geprägte, Zeit!
Ihr
Sascha Huber
Bitcoin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
