Krones hat heute seine Wachstumsprognose und die mittelfristigen Ziele gesenkt. Die Aktie reagiert mit einer Tagesveränderung von -6,3%. Während das Unternehmen weniger Umsatzwachstum erwartet, hält es an den diesjährigen Zielen für Profitabilität und Kapitalrendite fest. Der Einschnitt betrifft damit vor allem das Wachstumstempo.
Schwächere Märkte bremsen das Wachstum
Für 2026 erwartet Krones nur noch ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 1 % bis 2 %. Damit nimmt das Unternehmen seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr zurück.
Als Gründe nennt Krones ungünstige Entwicklungen in relevanten Märkten und geopolitische Bedingungen. Daraus resultierende Kostensteigerungen bei Kunden sowie anhaltende makroökonomische Unsicherheiten belasten ebenfalls die Aussichten.
Bislang hatte das Unternehmen ein Wachstum von 3 % bis 5 % angestrebt. Nach neun Monaten lag der währungsbereinigte Zuwachs vorläufig bei 0,8 %.
Die Anpassung ist deshalb mehr als eine vorsichtigere Einschätzung des Jahresendes: Krones korrigiert zugleich die Erwartungen für seine weitere Entwicklung. Anleger müssen zwischen den reduzierten Wachstumsambitionen und den unveränderten kurzfristigen Renditezielen unterscheiden.
Auch die mittelfristigen Ziele sinken
Beim Umsatzziel für 2028 ersetzt Krones die bisherige Größenordnung von rund 7 Mrd. EUR durch eine niedrigere Spanne.
Künftig strebt das Unternehmen 6,0 bis 6,2 Mrd. EUR an. Die Korrektur reicht damit über das laufende Geschäftsjahr hinaus.
Auch bei der mittelfristigen EBITDA-Marge wird Krones vorsichtiger. Das Unternehmen grenzt den angestrebten Korridor am oberen Ende ein, statt ihn vollständig nach unten zu verschieben.
Die Obergrenze sinkt von 13 % auf 12 %. Die Untergrenze bleibt bei 11 %.
Für Anleger bedeutet das: Nicht nur das erwartete Umsatzniveau fällt niedriger aus. Auch der Spielraum für eine besonders hohe operative Marge innerhalb der bisherigen Planung wird kleiner.
Jahresrenditeziele bleiben bestehen
Für das laufende Jahr bestätigt Krones dagegen eine EBITDA-Marge von 10,7 % bis 11,1 %.
Die unveränderte Margenprognose bildet einen Gegenpol zur Wachstumssenkung. Krones stellt damit trotz der schwächeren Umsatzentwicklung keine niedrigere operative Rendite in Aussicht.
Auch das Ziel für die Kapitalrendite ROCE bleibt mit 19 % bis 20 % unverändert.
Die vorläufigen Geschäftszahlen liefern dazu den operativen Zwischenstand. Sie sind noch keine endgültige Quartalsberichterstattung, zeigen aber die Größenordnung des bisherigen Geschäftsverlaufs.
Nach neun Monaten erwartet Krones einen Umsatz von rund 4.100 Mio. EUR. Währungsbereinigt sind es rund 4.140 Mio. EUR; das EBITDA dürfte 453 Mio. EUR erreichen.
Entscheidend ist nun, wie Krones die bestätigten Renditeziele mit den schwächeren Wachstumsaussichten zusammenführt. Die Veröffentlichung der Mitteilung zum dritten Quartal 2026 ist für den 6. November 2026 geplant.
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