Krones zieht den Vorhang zu. Ab Donnerstag geht der Weltmarktführer für Abfülltechnik in die „Quiet Period“. Vor der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen herrscht nun eine mehrwöchige Funkstille gegenüber dem Kapitalmarkt.
Kurspflege vor der Kommunikationspause
Die Aktie steht massiv unter Druck. Seit Jahresbeginn hat das Papier über 20 Prozent an Wert verloren. Derzeit notiert der Kurs bei 108,20 Euro und damit nur knapp über dem neuen Jahrestief von 106,40 Euro.
Analysten passten ihre Prognosen kurz vor der Pause nochmals an. Die LBBW senkte das Kursziel von 145 auf 140 Euro. Warburg Research sieht den fairen Wert hingegen bei 188 Euro. Experten warnen vor weniger Arbeitstagen im zweiten Quartal.
Rekordaufträge stützen den Ausblick
Operativ steht der MDAX-Konzern aus Neutraubling auf einem stabilen Fundament. Der Rekord-Auftragsbestand sichert die Auslastung der Produktion bis weit in das Jahr 2026 ab. Das Management hält daher an seinen Finanzzielen fest.
Das währungsbereinigte Umsatzwachstum soll im Gesamtjahr bis zu fünf Prozent erreichen. Technisch nähert sich die Aktie mit einem RSI-Wert von 36,4 der überverkauften Zone an.
Im Fokus steht weiterhin die Profitabilität. Das Management peilt eine EBITDA-Marge zwischen 10,7 und 11,1 Prozent an. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Konzern verstärkt auf digitale Arbeitsplanung im weltweiten Maschinenpark.
Ende Juli veröffentlicht Krones den offiziellen Zwischenbericht. Dann müssen die Zahlen beweisen, ob die angestrebte Eigenkapitalrendite von bis zu 20 Prozent für das laufende Jahr realistisch bleibt. Erst mit diesem Bericht endet die aktuelle Informationsstille.
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