Krones Aktie: 180 Euro Kursziel der Deutschen Bank

Krones verbessert operative Marge trotz Währungsverlusten. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial von über 50 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
  • Kursziel von 180 Euro bestätigt
  • Auftragsbestand auf Rekordniveau gestiegen
  • Operative Marge soll auf 11,1 Prozent steigen

Krones trotzt dem starken Euro. Während Währungseffekte den Umsatz bremsen, trimmt der Abfüllspezialist seine Abläufe konsequent auf Rendite. Analysten sehen darin die Basis für eine deutliche Kursrally und trauen dem Papier eine massive Trendwende zu.

Deutsche Bank setzt auf Kursplus

Die Deutsche Bank Research bekräftigt ihre Kaufempfehlung für das MDAX-Unternehmen. Analyst Lars Vom-Cleff belässt das Kursziel bei 180 Euro. Das entspricht einem theoretischen Aufwärtspotenzial von über 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von 114,60 Euro.

Für das zweite Quartal deutet sich ein zweigeteiltes Bild an. Der Experte rechnet zwar mit einem leichten Rückgang beim Umsatz. Parallel dazu soll jedoch das operative Ergebnis (EBITDA) moderat wachsen. Das Management scheint die Kosten fest im Griff zu haben.

Währungsdruck belastet US-Geschäft

Die verbesserte Effizienz ist notwendig, um externe Belastungen auszugleichen. Vor allem der starke Euro gegenüber dem US-Dollar bremst die Bilanz. Da Krones einen großen Teil seiner Erlöse in den USA erzielt, schmälern ungünstige Wechselkurse die in Euro umgerechneten Ergebnisse.

Indes lieferte der Jahresauftakt ein stabiles Fundament. Zum Start in das Geschäftsjahr stieg der Auftragseingang um 5,3 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Damit wuchs der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 4,32 Milliarden Euro an.

Ambitionierte Ziele für 2026

Der Vorstand hält trotz des Gegenwindes an seinen Prognosen fest. Für das Gesamtjahr peilt Krones ein währungsbereinigtes Umsatzplus von bis zu 5 Prozent an. Die operative Marge soll im besten Fall auf 11,1 Prozent steigen.

Zusätzlich setzt sich das Unternehmen ehrgeizige Ziele für die Kapitalrendite. Der Return on Capital Employed (ROCE) soll einen Wert von bis zu 20 Prozent erreichen. Die hohe Auslastung der Werke sichert die Produktion bereits bis weit in das vierte Quartal ab.

Anleger warten nun auf die detaillierten Zahlen zum zweiten Quartal. Diese werden belegen müssen, ob die Effizienzsteigerungen die Währungsverluste tatsächlich voll kompensieren können. Ein dauerhafter Ausbruch über den 50-Tage-Durchschnitt von derzeit 117,49 Euro könnte der Aktie neue Impulse verleihen.

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