Die Aktie von Kroger gewann am Donnerstag 5,3 Prozent an Wert, während der S&P 500 Index um 0,6 Prozent nachgab. Der Lebensmittelhändler profitierte von Quartalszahlen, die bei der Profitabilität überzeugten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg im vierten Geschäftsquartal auf 1,28 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartung von 1,20 Dollar. Kroger setzt damit eine bemerkenswerte Serie fort: Seit mindestens fünf Jahren schlägt das Unternehmen die Gewinnprognosen.
Margen verbessern sich trotz Preissenkungen
Die Bruttomarge kletterte auf 23,1 Prozent, verglichen mit 22,8 Prozent im Vorquartal und 22,7 Prozent im Vorjahr. Diese Verbesserung gelang Kroger trotz Preissenkungen bei „Tausenden“ von Produkten. Niedrigere Kosten für Beschaffung und Transport sowie ein Rückgang des Warenschwunds trugen zu dieser Entwicklung bei. Der Warenschwund beschreibt den Verlust von Inventar durch verschiedene Ursachen, einschließlich Diebstahl.
Bemerkenswert erscheint diese Margensteigerung auch vor dem Hintergrund, dass das margenärmere Apothekengeschäft weiterhin stark wuchs. CFO David Kennerley verwies allerdings darauf, dass niedrigere Medikamentenpreise infolge des Inflation Reduction Act von 2022 die Umsätze belasteten.
The Kroger Co. Aktie Chart
Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück
Der Gesamtumsatz stieg im Quartal bis Ende Januar um 1,2 Prozent auf 34,73 Milliarden Dollar, blieb damit aber unter der Konsensschätzung von 34,96 Milliarden Dollar. Zum siebten Mal in Folge verfehlte Kroger die Umsatzerwartungen. Die vergleichbaren Umsätze in bestehenden Filialen legten um 2,4 Prozent zu, knapp unter der Analystenschätzung von 2,5 Prozent.
Die nachlassende Lebensmittelinflation dürfte hier eine Rolle gespielt haben. Sie ging im Quartal um 0,9 Prozentpunkte zurück. Kennerley bezeichnete sinkende Eierpreise als „erheblichen Gegenwind“ für die Umsatzentwicklung, der nur teilweise durch steigende Rindfleischpreise ausgeglichen wurde.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Kroger ein vergleichbares Umsatzwachstum von 1 bis 2 Prozent, während Analysten derzeit 2 Prozent prognostizieren. Der neue CEO Greg Forlan setzt auf Kostensenkungen, um Spielraum für Preissenkungen und Filialmodernisierungen zu schaffen. Die Anleger dürften nun beobachten, wie lange sich die Gewinnqualität auch bei anhaltend schwächerem Umsatzwachstum halten lässt.
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