Die Aktie des griechischen Molkereiunternehmens Kri-Kri Milk Industry verzeichnet am heutigen Montag einen deutlichen Kursrückgang. Das Papier verbilligte sich um 4,4 Prozent auf einen Stand von 31,50 Euro.
Für den heutigen Handelstag liegt keine neue unternehmensspezifische Meldung vor, die den Rücksetzer unmittelbar begründet. Marktteilnehmer blicken jedoch weiterhin auf die jüngste Entwicklung der Ertragskraft, nachdem der Konzern seine Gewinnaussichten für das laufende Geschäftsjahr gedämpft hatte.
Gedämpfte Gewinnprognose trotz dynamischem Halbjahr
Ende September passte die Unternehmensführung ihre Ergebniserwartung für das Gesamtjahr 2026 an. Kri-Kri rechnet nun mit einem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in einer Spanne von 57 bis 58 Millionen Euro. Zuvor hatte die Zielmarke bei rund 60 Millionen Euro gelegen.
Auslöser für diese Korrektur sind anhaltende geopolitische Störungen im Nahen Osten, die zu höheren operativen Aufwendungen führen. Der Konzern verwies in seiner Halbjahresmitteilung auf spürbare Kostenbelastungen bei Rohstoffen, Verpackungsmaterialien, Energie sowie im Transportsektor.
Dieser Gegenwind steht im Kontrast zu einer weiterhin lebhaften Nachfrage. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete Kri-Kri einen Umsatz von 204 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen Gesamtumsatz von rund 400 Millionen Euro an. Das Erreichen der Erlösziele scheint damit intakt, während die Profitabilität kurzfristig unter dem makroökonomischen Druck leidet.
Kostenmanagement und langfristiger Ausbau
Um den gestiegenen Ausgaben zu begegnen, prüft das Management operative Gegenmaßnahmen. Medienberichten zufolge bereitet das Unternehmen selektive Preiserhöhungen vor. Eine endgültige Entscheidung darüber steht allerdings noch aus; als möglicher Zeitraum dafür gelten der Dezember 2026 oder der Beginn des Jahres 2027.
Gleichzeitig hält die Gesellschaft an ihren langfristigen Wachstumszielen fest. Finanzdirektor Konstantinos Sarmadakis bezifferte das Volumen des Investitionsplans für den Zeitraum von 2026 bis 2030 auf 127 Millionen Euro. Das Unternehmen investiert damit weiter in seine Kapazitäten, um die internationale Marktposition im Joghurt- und Speiseeisgeschäft auszubauen.
Auf Leitungsebene gab es unterdessen eine kleinere Transaktion: Am 30. September veräußerte Finanzdirektor Konstantinos Sarmadakis laut einer Pflichtmitteilung 587 Stammaktien zu einem Kurs von 31,8157 Euro je Anteilsschein. Anleger wägen nun ab, wie effektiv Kri-Kri den Kostendruck in den kommenden Monaten auffangen kann.
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