Die Aktien von etablierten Drohnenherstellern wie Kratos Defense stehen vor einer neuen Herausforderung. Eric Trump und Donald Trump Jr. engagieren sich bei Powerus, einem erst im vergangenen Jahr gegründeten Unternehmen aus West Palm Beach in Florida. Das Startup plant durch einen Reverse-Merger mit einer Golf-Holding-Gesellschaft in den kommenden Monaten an die Nasdaq zu gehen. Damit entsteht ein Wettbewerber, der von politischen Verbindungen und dem Verbot chinesischer Drohnen in den USA profitieren könnte.
Pentagon-Aufträge als Wachstumstreiber im Fokus
Das Verteidigungsministerium hat mit seiner Initiative „Drone Dominance“ angekündigt, bis 2027 rund 1,1 Milliarden Dollar für den Kauf von Hunderttausenden US-Drohnensystemen auszugeben. Diese Summe übertrifft historische Beschaffungsvolumina deutlich. Powerus-Chef Andrew Fox, ein Unternehmer mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Gebäudemanagement aber ohne Drohnen-Hintergrund, gibt an, dass sein Unternehmen monatlich mehr als 10.000 Drohnen produzieren will. Diese Menge liegt über dem, was nahezu jeder andere US-Hersteller derzeit fertigt.
Das Startup hat in den vergangenen sechs Monaten drei kleinere Unternehmen übernommen und verkauft nun Luft- und Seedrohnen. Mitgründer Brett Velicovich, ein Veteran der US-Army-Spezialeinheiten, erklärte, man arbeite an Deals zum Erwerb ukrainischer Drohnenfirmen oder zur Lizenzierung ihrer Technologie. Diese soll dann in den USA produziert und unter eigenem Label vertrieben werden.
Fragmentierter Markt mit politischer Komponente
Der US-Drohnenmarkt ist stark zersplittert. Viele kleine Unternehmen konkurrieren um einen Bruchteil der Verteidigungsaufträge und erwirtschaften nur geringe Umsätze. China dominiert seit über einem Jahrzehnt den Verbraucher- und Gewerbemarkt. Das Verbot neuer chinesischer Drohnenmodelle durch die Trump-Administration schafft nun Raum für heimische Anbieter.
An der Transaktion sind mehrere Investmentvehikel der Trump-Familie beteiligt, darunter American Ventures und die Investmentbank Dominari Securities. Auch Unusual Machines, wo Donald Trump Jr. Anteilseigner und Beiratsmitglied ist, gehört zu den Investoren. Zusätzlich hat der Korea Corporate Governance Improvement Fund 50 Millionen Dollar investiert.
Für etablierte Akteure wie AeroVironment, Kratos Defense oder Red Cat Holdings stellt sich die Frage, wie sich die politische Nähe von Powerus auf künftige Auftragsvergaben auswirken könnte. Der Drohnenmarkt dürfte schneller wachsen als Golfplätze, wie Fox anmerkte. Inwieweit das ambitionierte Produktionsziel von Powerus realistisch erscheint und welche Rolle die ukrainische Technologie spielen wird, bleibt allerdings abzuwarten.
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