Die Aktie von Kratos Defense & Security Solutions geriet am Donnerstag nach Handelsschluss unter Druck und fiel um 4,5 Prozent auf 87,99 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen aus San Diego angekündigt, neue Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zu platzieren. Bis zum regulären Handelsschluss hatte der Titel noch bei 92,14 Dollar notiert und damit ein Plus von 21 Prozent seit Jahresbeginn verbucht.
Das Unternehmen gibt rund 14,3 Millionen Aktien zu einem Preis von 84 Dollar je Stück aus. Dieser Ausgabepreis liegt etwa neun Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag. Die Platzierung erfolgte über eine vertrauliche Vermarktung und ist nach Angaben informierter Personen bereits vollständig gezeichnet. Die Banken Robert W Baird & Co., Raymond James Financial, Royal Bank of Canada und Truist Financial begleiten die Transaktion, die voraussichtlich am 2. März abgeschlossen wird.
KRatos Defense & Security Solutions Aktie Chart
Verteidigungsausgaben steigen, Umsatzprognose enttäuscht
Die Kapitalerhöhung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ausgaben für Verteidigung weltweit zunehmen. Aktien aus dem Rüstungssektor haben 2026 an die starke Performance des Vorjahres angeknüpft, getrieben von steigenden geopolitischen Spannungen und entsprechend höheren Militärbudgets. Kratos positioniert sich als Hersteller von Drohnen in diesem wachsenden Markt.
Allerdings hatte das Unternehmen erst am 23. Februar mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen verfehlt. Die Umsatzprognose für das erste Quartal liegt bei 335 bis 345 Millionen Dollar und damit unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 346,9 Millionen Dollar. Diese Enttäuschung dürfte bereits zu Kursverlusten geführt haben, bevor nun die Verwässerung durch die Kapitalerhöhung hinzukam.
Nettoerlös von 1,17 Milliarden Dollar erwartet
Aus der Platzierung erwartet Kratos einen Nettoerlös von etwa 1,17 Milliarden Dollar. Die Konsortialbanken verfügen zudem über eine 30-tägige Option, weitere 2,14 Millionen Aktien zu erwerben. Alle Aktien werden vom Unternehmen selbst verkauft, es handelt sich also nicht um eine Platzierung von Altaktionären.
Anleger dürften nun beobachten, wofür das Unternehmen die frischen Mittel einsetzen wird. In einem Umfeld steigender Verteidigungsausgaben könnte die Finanzspritze strategische Investitionen ermöglichen. Zugleich bleibt die Frage, wie sich die kurzfristige Umsatzschwäche entwickelt und ob Kratos die hohen Erwartungen rechtfertigen kann, die sich in der Kursentwicklung der vergangenen Monate widerspiegeln.
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