Starke Auftragsbücher, schwache Kurse. Bei Kratos Defense klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit auseinander. Die Aktie hat seit ihrem Jahreshoch massiv korrigiert. Nun rücken die anstehenden Quartalszahlen in den Fokus.
Massive Korrektur trotz vollen Büchern
Aktuell notiert das Papier bei 58,32 Euro. Vom Jahreshoch im Januar hat sich der Kurs damit fast halbiert. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 100 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der starke Rücksetzer lenkt den Blick auf die Bewertung. Der Markt bewertet Kratos mit dem 9,5-fachen Umsatz. Der Branchendurchschnitt liegt bei knapp 5,7. Die Konkurrenz ist sogar noch günstiger. Ein stolzer Preis.
Operativ läuft es rund. Das Unternehmen meldete zuletzt einen Rekord-Auftragsbestand von knapp 1,6 Milliarden US-Dollar. Allein der Bereich Raumfahrt und Satelliten steuert rund 600 Millionen bei. Die gesamte Projekt-Pipeline umfasst 13,7 Milliarden US-Dollar.
Hyperschall als Wachstumstreiber
Ein zentraler Treiber sind Hyperschall-Systeme. Hier will Kratos den Umsatz im laufenden Jahr auf etwa 400 Millionen US-Dollar verdoppeln. Für 2027 plant das Management einen weiteren Sprung auf 700 Millionen.
Parallel dazu baut der Konzern seine Kapazitäten aus. In Michigan entsteht eine neue Fabrik. Sie soll künftig 40.000 kleine Triebwerke pro Jahr fertigen. Ein Kunde hat bereits eine Voranfrage für 15.000 Stück gestellt. Die erste Kleinserienproduktion startet in der zweiten Jahreshälfte.
Kratos Defense & Security Solution Aktie Chart
Schwächstes Quartal erwartet
Im Mai legt Kratos die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Vorstand hat die Erwartungen bereits gedämpft. Das Auftaktquartal dürfte das schwächste des Jahres werden.
Das Management rechnet mit einem Umsatz von rund 340 Millionen US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis soll bei bis zu 30 Millionen liegen. Für das Gesamtjahr peilt Kratos Erlöse von maximal 1,67 Milliarden US-Dollar an.
Trotz der Wachstumsfantasie bleiben Risiken. Das Management verweist auf Margendruck bei Festpreisverträgen für unbemannte Systeme. Hohe Ausgaben für neue Fabriken belasten die Kasse. Obendrein drohen Engpässe, wenn die US-Regierung Budgets später freigibt.
Analysten zeigen sich unbeeindruckt. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 97 US-Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent. Die Mehrheit der Experten rät zum Kauf.
Im Mai müssen die Quartalszahlen nun beweisen, ob die Wachstumsstory intakt ist. Die Aktie notiert derzeit deutlich unter ihrer 200-Tage-Linie. Ein starker Ausblick für die zweite Jahreshälfte könnte den aktuellen Abwärtstrend stoppen. Enttäuschen die Margen, droht der teuren Aktie weiterer Verkaufsdruck.
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