Der Kurs des kanadischen Meerestechnik- und Unterwasserrobotik-Spezialisten Kraken Robotics geht am Donnerstag um über drei Prozent zurück. Fielen die Quartalszahlen des Unternehmens denn so schwach aus?
Starke Zahlen
Nein, ganz im Gegenteil, die Zahlen für das erste Quartal 2026 waren operativ extrem stark. Der Umsatz sprang um 35 Prozent auf 21,7 Millionen US-Dollar nach oben, angetrieben von einer 50 %igen Nachfragesteigerung bei den hauseigenen SeaPower-Unterwasserbatterien und Synthetic Aperture Sonar-Systemen.
Obwohl das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um sieben Prozent auf drei Millionen Dollar stieg, wies Kraken unterm Strich für das erste Quartal einen Nettoverlust von 3,3 Millionen Dollar aus. Im Vorjahresquartal stand hier noch ein kleiner Gewinn von 0,2 Millionen Dollar. Der Verlust hat vor allem mit Einmaleffekten zu tun – namentlich den Restrukturierungs- und Akquisitionskosten für die gigantische, im März angekündigte Übernahme der britischen Covelya Group.
Da die Quartalszahlen zwar exzellent waren, aber die Erwartungen genau getroffen und nicht völlig gesprengt haben, nutzen Trader den heutigen Tag für Gewinnmitnahmen.
Deshalb keine Jubelstimmung
Kraken Robotics-Boss Greg Reid betonte in seinem heutigen Statement, dass das erste Quartal traditionell das schwächste des Jahres für Kraken ist, da das Offshore-Dienstleistungsgeschäft im Winter wetterbedingt ruhiger läuft. Der Großteil der Umsätze wird sich, wie in den Vorjahren auch, massiv auf die zweite Jahreshälfte 2026 konzentrieren.
Da Kraken seine bestehende Jahresprognose (Umsatz von 165 bis 175 Millionen Dollar) jedoch nur beibehalten und noch nicht angehoben hat, fehlte kurzfristigen Anlegern heute ein neuer, sofortiger Kurstreiber. Eine Aktualisierung der Prognose stellte das Management erst für das Ende des zweiten Quartals in Aussicht, wenn der Covelya-Deal offiziell abgeschlossen wird.
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