Kraken Robotics markiert mit dem Abschluss der Übernahme der Covelya Group einen entscheidenden strategischen Wendepunkt in der Unternehmensentwicklung. Wie der Spezialist für Unterwassertechnologie mitteilte, wurde die Akquisition bereits zu Beginn des dritten Quartals 2026 erfolgreich vollzogen.
Dieser Schritt zielt darauf ab, die Präsenz sowohl in den globalen Märkten für Unterwasserverteidigung als auch im kommerziellen Sektor massiv auszuweiten. Durch die Bündelung der Ressourcen vergrößert sich das adressierbare Marktsegment erheblich, was die Position des Unternehmens gegenüber Wettbewerbern stärken soll.
Rekord-Auftragseingänge stützen Jahresprognose
Die strategische Neuausrichtung spiegelt sich bereits deutlich in den Auftragsbüchern wider. Auf kombinierter Basis, unter Berücksichtigung von Kraken und der Covelya Group, erreichten die angekündigten Aufträge im bisherigen Jahresverlauf ein Volumen von 355 Millionen Kanadischen Dollar. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten jüngste Bestellungen für neue Produkte, die allein ein Volumen von über 27 Millionen Kanadischen Dollar ausmachten.
Trotz der komplexen Integration der neuen Firmentile hält das Management an seinen ehrgeizigen Zielen für das laufende Geschäftsjahr fest. Die Prognose für das Jahr 2026 sieht weiterhin einen Gesamtumsatz in einer Spanne von 290 Millionen bis 320 Millionen Kanadischen Dollar vor.
Für das bereinigte EBITDA wird laut Unternehmensangaben ein Wert zwischen 65 Millionen und 75 Millionen Kanadischen Dollar erwartet. Diese Zahlen verdeutlichen die Erwartung, dass die Skaleneffekte aus der Covelya-Übernahme zeitnah wirksam werden.
Operative Entwicklung im zweiten Quartal
Die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 zeigen die fundamentale Verfassung des Unternehmens vor der vollständigen Konsolidierung der jüngsten Zukäufe. In diesem Berichtszeitraum erwirtschaftete Kraken Robotics einen Umsatz von 27,3 Millionen Kanadischen Dollar. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 5,0 Millionen Kanadische Dollar.
In einer begleitenden Telefonkonferenz erörterte das Management die Details dieser operativen Entwicklung und betonte die Bedeutung der aktuellen Auftragsdynamik für die zweite Jahreshälfte.
An der Börse spiegelte sich dieser Optimismus zuletzt nur bedingt wider. Am Freitag ging das Papier mit einem Kurs von 3,33 € aus dem Handel. Damit weist der Titel einen deutlichen Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf, das am 10. März 2026 bei 6,79 € markiert wurde und seither um 51 % unterschritten wurde.
Zudem notiert die Aktie aktuell 27 % unter ihrem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, der bei 4,55 € verläuft. Für Anleger bleibt die Frage zentral, wie schnell die Integration der Covelya Group die operativen Margen wie geplant beflügeln kann, um die Kluft zwischen der starken Auftragslage und der jüngsten Kursentwicklung an den Märkten zu schließen.
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