Kraft Heinz: BlackRock kauft 76,4 Millionen Aktien

BlackRock erwirbt 1,8-Milliarden-Dollar-Anteil an Kraft Heinz. Der Konzern setzt auf Markenoffensive statt Aufspaltung und hält an der Dividende fest.

Auf einen Blick:
  • BlackRock kauft 76,4 Millionen Aktien
  • Konzern stoppt geplante Aufspaltung
  • 700 Millionen Dollar für Marketing und Forschung
  • Dividendenrendite von rund 6,2 Prozent

BlackRock setzt ein massives Zeichen bei Kraft Heinz. Der weltgrößte Vermögensverwalter sichert sich ein milliardenschweres Aktienpaket des Lebensmittelriesen. Damit positionieren sich die Profis gegen die zuletzt eher verhaltene Stimmung vieler Privatanleger.

Aktuelle Meldungen zeigen, dass BlackRock 76,4 Millionen Aktien erworben hat. Das Paket hat einen Wert von rund 1,8 Milliarden US-Dollar. Damit hält der Finanzdienstleister nun einen Anteil von 6,44 Prozent am Konzern.

Parallel dazu stockten weitere Adressen wie Wealthfront Advisers und E Fund Management ihre Positionen auf. Die institutionellen Anleger halten inzwischen insgesamt 78,17 Prozent der Anteile.

Marken-Offensive statt Konzern-Aufspaltung

Konzernchef Steve Cahillane ändert den Kurs. Er stoppte die geplante Aufspaltung des Unternehmens. Stattdessen fließen im laufenden Jahr zusätzlich 700 Millionen US-Dollar in das Marketing und die Forschung.

Kraft Heinz will mit Produktinnovationen wachsen. Dazu gehören laktosefreier Philadelphia-Frischkäse und glutenfreie Varianten der Marke Velveeta. Die Linie „Heinz Simply“ soll gezielt gesundheitsbewusste Kunden ansprechen.

Ein zentrales Argument für Investoren bleibt die Dividende. Das Unternehmen schüttet vierteljährlich 0,40 US-Dollar je Aktie aus. Beim aktuellen Kurs von 21,95 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von rund 6,2 Prozent.

Erholung trotz Gegenwind

Trotz der Großinvestoren gab die Aktie heute um 1,1 Prozent nach. Die gewaltige Sonderabschreibung von 7,4 Milliarden US-Dollar Anfang des Monats verdeutlichte die bisherige Erosion einiger Markenwerte. Kraft Heinz kämpft zudem weiterhin mit sinkenden Absatzmengen.

Das Management korrigierte die Prognose für den organischen Umsatz dennoch leicht nach oben. Der Konzern rechnet nun mit einem Rückgang zwischen 0,5 und 2,0 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Gewinn je Aktie zwischen 2,03 und 2,09 US-Dollar erwartet. Diese Spanne berücksichtigt bereits die höheren Werbeausgaben sowie die gestiegenen Preise für Verpackungsmaterialien wie Metalle.

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