Kraft Heinz: Berkshire hält 325 Millionen Aktien

Berkshire Hathaway hält an seiner 27,5-Prozent-Beteiligung an Kraft Heinz fest und stärkt dem Konzern damit den Rücken.

Auf einen Blick:
  • Berkshire bleibt Großaktionär mit 27,5 Prozent
  • Geplanter Konzernumbau wurde gestoppt
  • Investitionsoffensive von 600 Millionen Dollar
  • Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen

Berkshire Hathaway bleibt bei Kraft Heinz an Bord. Die Beteiligung des Konglomerats aus Omaha liegt weiter bei mehr als 325 Millionen Aktien und damit bei einem Anteil von 27,5 Prozent. Das nimmt Spekulationen über einen möglichen Ausstieg vorerst den Wind aus den Segeln.

Für Kraft Heinz ist das mehr als ein Besitzstand. Die Position des Großaktionärs signalisiert Vertrauen in die eingeschlagene Richtung, nachdem der Konzern seinen geplanten Konzernumbau gestoppt hat. Statt einer Aufspaltung rückt nun die operative Verbesserung in den Mittelpunkt.

Split gestoppt, Kapital auf Wachstum

Der Vorstand hatte die Trennung in zwei Einheiten ursprünglich auf den Weg gebracht. Daraus wird zunächst nichts. Im Februar entschied das Unternehmen, den Prozess zu pausieren und die Ressourcen auf den bestehenden Geschäftsplan zu konzentrieren.

Das Management setzt nun auf eine Investitionsoffensive von 600 Millionen Dollar für Forschung, Entwicklung und Marketing. Ziel ist vor allem, das nordamerikanische Kerngeschäft mit stärkeren Marken und besserer Nachfrage wiederzubeleben. Steve Cahillane betonte dabei, dass die internen Verbesserungsmöglichkeiten größer seien als zunächst angenommen.

Berkshire-Chef Greg Abel nannte Kraft Heinz auf der Hauptversammlung im Mai eine Art Dauerbeteiligung. Das ist bemerkenswert, weil Berkshire bei Beteiligungen durchaus trennt, wenn die Beziehung aus Sicht des Hauses nicht mehr funktioniert. Im Fall von Kraft Heinz wertet der Markt die Aussage als Rückendeckung für den aktuellen Kurs.

Zahlen zum Quartal geben Rückenwind

Auch operativ gab es zuletzt ein paar positive Signale. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 setzte Kraft Heinz 6,05 Milliarden Dollar um und lag damit über den erwarteten 5,89 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie meldete der Konzern 0,58 Dollar, ebenfalls besser als die Prognose von 0,50 Dollar.

Das organische Wachstum blieb mit 0,8 Prozent zwar überschaubar, zeigt aber in die richtige Richtung. Die Rendite auf das Eigenkapital lag bei 7,26 Prozent. Für das Gesamtjahr hält das Management an einer Gewinnspanne von 1,98 bis 2,10 Dollar je Aktie fest.

Hohe Dividende stützt den Kurs

Für viele Anleger bleibt vor allem die Ausschüttung ein Argument. Kraft Heinz hat eine Quartalsdividende von 0,40 Dollar je Aktie angekündigt, Auszahlung im Juni 2026. Auf Basis des aktuellen Kurses von 19,65 Euro ergibt sich eine Dividendenrendite von rund 7 Prozent.

Die Aktie selbst bleibt unter Druck. Seit Jahresanfang liegt sie im Minus, auf Sicht von zwölf Monaten sogar deutlich tiefer. Mit einem Kurs nahe dem 200-Tage-Durchschnitt und einem RSI von 35,5 wirkt das Papier angeschlagen, aber nicht überverkauft. Die nächsten Impulse dürften davon kommen, ob die Markenstrategie trägt und das Unternehmen die Investitionen mit einer stabilen Bilanz vereinbaren kann.

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