Den stärksten kurzfristigen Impuls lieferte die Nachricht, dass Berkshire Hathaway seine gesamte Beteiligung an Kraft Heinz veräußern will. Unter dem neuen Berkshire-CEO Greg Abel wurde eine entsprechende Registrierung eingereicht, um den rund 27,5-prozentigen Anteil vollständig auf den Markt zu bringen. Damit endet faktisch der große Merger-Case von 2015, der einst als Blaupause für Value-Creation galt.
Parallel dazu steht Kraft Heinz vor einem tiefgreifenden Umbau. Seit dem 1. Januar 2026 führt Steve Cahillane, zuvor CEO von Kellogg beziehungsweise Kellanova, den Konzern. Unter seiner Führung soll die bereits angekündigte Abspaltung in zwei eigenständige börsennotierte Gesellschaften im zweiten Halbjahr 2026 umgesetzt werden. Künftig sollen eine globale Einheit für Saucen, Ketchup und sogenannte „Taste-Elevation“-Marken sowie ein nordamerikanisches Lebensmittelgeschäft mit klassischen Marken wie Kraft Cheese, Oscar Mayer oder Lunchables getrennt voneinander agieren.
Kraft Heinz Aktie Chart
Trendlinie rückt in den Foku
Die Kraft Heinz-Aktie befindet sich weiterhin in einem ausgeprägten Abwärtstrend. Zwar deutet sich im Chart aktuell eine leichte Erholung an, auf der Oberseite trifft die Aktie jedoch auf erheblichen Widerstand. Ein erstes Indiz für weiter steigende Kurse wäre das Überschreiten der Abwärtstrendlinie. Diese ist vom Hoch am 10. März 2025 aus eingezeichnet. Ein Bruch dieser Trendlinie allein würde den Abwärtstrend jedoch noch nicht beenden.
Dafür müsste die Aktie weiter nach oben laufen und auch die Hochs im Bereich von rund 26 US-Dollar überwinden. Das wäre ein entscheidender Schritt in Richtung nachhaltiger steigender Kurse. Der nächste relevante Widerstand auf der Oberseite liegt bei etwa 30 US-Dollar. Eine Abweisung an diesen Marken könnte jedoch jederzeit den Start einer weiteren Abwärtsbewegung und damit die Fortsetzung des übergeordneten Trends markieren.
Ihr Konrad
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