Kopin setzt auf einen Milliardenmarkt. Das Unternehmen aus Massachusetts entwickelt Mikrodisplays für Verteidigung und Künstliche Intelligenz. Besonders vielversprechend: eine Partnerschaft mit Fabric.AI.
Gemeinsam arbeiten die Firmen an der Neural I/o™-Technologie. Sie soll in KI-Rechenzentren die traditionellen Kupferkabel zwischen GPUs und Hochleistungsprozessoren ersetzen. Das Versprechen: ultraschnelle Datenübertragung bei geringem Stromverbrauch. Kopin ist exklusiver Hersteller der Chipsätze und hält zudem eine Beteiligung an Fabric.AI.
Neues Zentrum in Dallas
Um diese Technologie voranzutreiben, hat Kopin ein neues Optics and Photonics Design Center in Dallas, Texas, gegründet. Die Wahl fiel auf Dallas wegen der Konzentration von Fachwissen zur optischen Datenkommunikation. Der Betrieb soll noch dieses Jahr starten.
Millitärgeschäft läuft
Parallel dazu läuft das Verteidigungsgeschäft. Kopin hat mehrere Aufträge für seine Sentinel FPV™-Prototypen erhalten. Diese Helmsichtgeräte werden für Drohnen-Initiativen der US-Regierung getestet. Außerdem entwickelt das Unternehmen farbige MikroLED-Displays für das US-Militär.
Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Minus von 7,65 Prozent auf 3,48 Euro. Der Kurs liegt damit rund 17 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Sicht von 30 Tagen beträgt das Minus sogar 33,6 Prozent. Die Volatilität des Titels ist mit annualisiert über 109 Prozent extrem hoch.
Den Ausschlag für die jüngste Kursbewegung gaben indes keine neuen Unternehmensmeldungen. Anleger scheinen Gewinne nach einer Erholungsphase mitzunehmen. Die strategische Neuausrichtung auf KI und Verteidigung bleibt intakt. Sollte die Neural I/o™-Technologie im laufenden Jahr erste Umsätze generieren, dürfte das den Kurs stützen.
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