Kopin Corporation meldet einen Durchbruch in der Display-Technologie für US-Bodentruppen. Die Aktie reagiert am Donnerstag dennoch mit einem deutlichen Minus von über acht Prozent auf 3,46 Euro. Parallel dazu rüstet das Unternehmen seine heimische Fertigung für das Militärgeschäft massiv auf.
Meilensteine für das Pentagon
Die Entwickler erreichten bei MicroLED-Displays eine Helligkeit von mehr als 150.000 Nits. Damit übertrifft das vollfarbige Panel die Zielvorgaben der staatlichen IBAS-Initiative deutlich. Diese Technik soll künftig in Augmented-Reality-Systemen für Soldaten zum Einsatz kommen. Ein erster Integrationsschritt in künftige Missions-Kommandosysteme der US Army ist bereits erfolgt.
Aufbau der US-Produktion
Kopin treibt die Verlagerung der Fertigung in die USA voran. Im Juni trafen neue Bonding-Maschinen ein, die bis Ende Juli vollständig installiert sein sollen. Die Serienfertigung der MicroLED-Displays am heimischen Standort ist für Mitte 2027 geplant. Derweil fokussiert sich das Management auf den Ausbau der Optik-Sparte. In Dallas entsteht bis Ende 2026 ein neues Designzentrum für Photonik.
Das Unternehmen diversifiziert sein Portfolio weiter. Das Sensorsystem „Sentinel“ wird aktuell von US-Behörden für ein Programm zur Drohnen-Abwehr evaluiert. Diese Aufträge könnten die Abhängigkeit von reinen Forschungsbudgets verringern.
Anleger blicken nun auf den Abschluss der Maschineninstallation Ende Juli. Trotz der technischen Fortschritte notiert das Papier aktuell rund 38 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Die langfristige Bewertung wird maßgeblich davon abhängen, ob der geplante Produktionshochlauf im Jahr 2027 reibungslos gelingt.
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