Kontron baut seine Marktposition um. Während das Unternehmen massiv eigene Aktien zurückkauft, sichert sich ein Schwergewicht der Wall Street Anteile. Das sorgt für Bewegung im Aktionariat des österreichischen IoT-Spezialisten.
Goldman Sachs baut Beteiligung aus
Goldman Sachs hat die Meldeschwelle von 4 Prozent überschritten. Die US-Investmentbank hält nun eine Gesamtposition von 4,40 Prozent. Ein Großteil dieser Beteiligung entfällt mit 4,01 Prozent auf Finanzinstrumente.
Parallel dazu treibt Kontron sein Rückkaufprogramm voran. In der vergangenen Woche erwarb der Konzern weitere 100.000 eigene Aktien. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei 22,87 Euro pro Stück.
Insgesamt hat das Unternehmen bereits über 1,17 Millionen Anteile vom Markt genommen. Das Programm sieht ein Volumen von bis zu 50 Millionen Euro vor. Damit will der Vorstand die Attraktivität für Anleger steigern.
Im Hintergrund schwelt zudem das Thema Übernahme. Der Großaktionär Ennoconn kündigte ein Pflichtangebot an, falls er die Schwelle von 30 Prozent überschreitet. Aktuell notiert die Aktie bei 22,98 Euro.
Milliardenziel und Software-Transformation
Operativ setzt Kontron verstärkt auf Softwarelösungen. Mittlerweile arbeiten rund 66 Prozent der Belegschaft in diesem margenstarken Bereich. Im ersten Quartal stieg der Umsatz organisch um 1,7 Prozent auf 363,7 Millionen Euro.
Das Management peilt für das Gesamtjahr einen Umsatz von bis zu 1,8 Milliarden Euro an. Besonders in den Sparten Verteidigung und Transport erwartet der Vorstand zweistellige Zuwächse. Das bereinigte EBITDA soll rund 225 Millionen Euro erreichen.
Die nächste wichtige Wegmarke ist die Hauptversammlung im Juni. Dort stimmen die Aktionäre über die vorgeschlagene Dividende von 0,60 Euro ab. Das entspricht beim aktuellen Kurs einer Rendite von rund 2,6 Prozent.
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