Wer Kongsberg Gruppen noch als soliden, aber unaufgeregten norwegischen Rüstungskonzern abgespeichert hat, sollte die Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 in Ruhe auf sich wirken lassen. NOK 27 Milliarden Auftragseingang in drei Monaten, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum mit NOK 13 Milliarden. Der Auftragsbestand steht nun bei knapp NOK 152 Milliarden.
55 Prozent mehr EBIT, und das war erst der Anfang
Der Umsatz kletterte um 26 Prozent auf NOK 9,234 Milliarden. Das EBIT sprang von NOK 989 Millionen auf NOK 1,537 Milliarden, ein Plus von 55 Prozent. Die EBIT-Marge landete bei 16,6 Prozent. Für einen Konzern, der Raketen, Waffenstationen und Gegendrohnensysteme baut und dabei gleichzeitig so stark skaliert, ist das eine ordentliche Zahl.
CEO Eirik Lie sprach von „rekordhoher Nachfrage“ und einem Produktportfolio, das Kunden „von der Tiefsee bis ins All“ bediene. Das klingt nach Investor-Relations-Prosa, aber die Zahlen dahinter sind diesmal tatsächlich so.
NOK 16 Milliarden aus Polen
Der mit Abstand größte Einzelauftrag des Quartals kam aus Warschau: Polen bestellte Gegendrohnensysteme im Wert von NOK 16 Milliarden. Das erklärt einen guten Teil des Auftragsbooms, macht ihn aber nicht kleiner. C-UAS-Systeme, also Abwehrtechnologie gegen unbemannte Flugobjekte, sind gerade eines der gefragtesten Segmente überhaupt, befeuert durch die Erfahrungen aus der Ukraine und dem Nahen Osten. Kongsberg ist da gut positioniert.
Kongsberg Gruppen ASA Aktie Chart
Auch auf dem Wasser läuft es
Neben dem Rüstungsgeschäft gewann Kongsberg gemeinsam mit Salt Ship Design zwei Designaufträge für Marineschiffe: einmal für die Königlich Norwegische Marine, einmal für die Kanadische Küstenwache. Kein Milliardenauftrag, aber ein Signal, dass das Unternehmen auch außerhalb des reinen Waffenanlagenbaus Exportpotenzial entwickelt.
Prognose angehoben
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Kongsberg ein Umsatzwachstum, das das Niveau von 2025 übertrifft. Das ist, gemessen an dem, was das erste Quartal gerade geliefert hat, fast schon eine vorsichtige Formulierung. Der Auftragsbestand von NOK 152 Milliarden gibt dem Unternehmen jedenfalls Planungssicherheit für mehrere Jahre. Wer jetzt noch auf einen günstigen Einstieg wartet, wartet wohl schon eine Weile.
Kongsberg Gruppen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kongsberg Gruppen-Analyse vom 07. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Kongsberg Gruppen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kongsberg Gruppen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Kongsberg Gruppen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
