Der finnische Aufzughersteller Kone ist in fortgeschrittene Verhandlungen eingetreten, um TK Elevator zu übernehmen. Laut Bloomberg, das sich auf mehrere mit der Sache vertraute Personen beruft, will Kone den Deal noch vor Ende April unter Dach und Fach bringen. Das ist sportlich. Und teuer.
TK Elevator, das frühere Aufzuggeschäft von Thyssenkrupp, wird von seinen Eigentümern mit bis zu 25 Milliarden Euro bewertet, Schulden eingerechnet. Die Private-Equity-Häuser Advent und Cinven hatten das Unternehmen 2020 für 17,2 Milliarden Euro von Thyssenkrupp gekauft. Wer gut rechnen kann, sieht: Die beiden wollen ordentlich Gewinn einfahren.
Kone Oyj Aktie Chart
50.000 Mitarbeiter, 9,2 Milliarden Umsatz
TK Elevator ist kein kleines Ziel. Mehr als 50.000 Beschäftigte, ein Jahresumsatz von rund 9,2 Milliarden Euro. Eine Übernahme durch Kone wäre damit einer der größten europäischen Deals des laufenden Jahres. Für Kone selbst wäre es ein gewaltiger Schritt, denn TK Elevator zählt zu den wenigen Wettbewerbern, die auf Augenhöhe operieren.
IPO als Druckmittel
Advent und Cinven spielen das Spiel, das Private-Equity-Häuser immer spielen: Sie prüfen parallel einen Börsengang. Das ist kein Zufall, sondern Verhandlungstaktik. Wer weiß, dass der Verkäufer Alternativen hat, zahlt eben mehr. Ob Kone sich davon beeindrucken lässt oder ob am Ende doch der IPO kommt, ist noch offen. Kone, Advent und Cinven haben sich gegenüber Bloomberg nicht geäußert.
2020 für 17,2 Milliarden gekauft, heute für 25 Milliarden verkauft. Nicht schlecht für sechs Jahre Aufzugfahren.
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