Drei Quartale in Folge Umsatzwachstum, ein operatives EBITDA, das von 2 auf 15 Millionen Dollar geklettert ist, und ein CEO, der das Wort „Wachstum“ so oft wiederholt, dass man ihn fast glauben möchte. Und was macht der Markt? Er schickt die Kodak-Aktie nachbörslich um 15 Prozent nach unten.
Zahlen mit zwei Gesichtern
Der GAAP-Nettoverlust lag im ersten Quartal 2026 bei 16 Millionen Dollar, verglichen mit 7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Klingt erstmal mies. CFO David Bullwinkle hat dafür allerdings eine Erklärung parat: 12 Millionen Dollar des Verlustes gehen auf eine Bewertungsänderung eines eingebetteten Derivats der Series-B-Vorzugsaktien zurück, ein reiner Buchungseffekt also, kein operativer Schaden. Bullwinkle nannte das Operational EBITDA denn auch den klareren Blick auf das eigentliche Geschäft, und da sieht es nun wirklich besser aus als noch vor einem Jahr.
Umsatz 265 Millionen Dollar, Bruttogewinnmarge auf 22 Prozent gestiegen von zuvor 19 Prozent, Kassenbestand 299 Millionen Dollar unrestricted cash. Im März hat Kodak zudem 50 Millionen Dollar an hochverzinslichen Terminkrediten getilgt. Das ist kein Sanierungsfall, der sich noch durchschleppt, das ist ein Unternehmen, das zumindest operativ wieder Boden findet.
Eastman Kodak Company Aktie Chart
Nolan dreht auf Kodak-Film, Aluminium macht Probleme
Executive Chairman James Continenza hat im Earnings Call die Filmsparte ausführlich gefeiert. Christopher Nolans „The Odyssey“ entsteht auf Kodak-Film, „Sinners“ und „One Battle After Another“ haben gerade Oscars gewonnen, und die neue Euphoria-Staffel lief ebenfalls auf dem frisch lancierten VERITA 200D. Das klingt nach Marketing, ist aber auch echter Umsatz: Die Film-und-Chemikalien-Sparte legte um 3 Millionen Dollar zu.
Auf der anderen Seite drücken Silber und Aluminium auf die Marge. Silber hat sich laut Bullwinkle seit Jahresende mehr als verdoppelt, Aluminium ist knapp und teuer. Continenza sprach offen von Lieferproblemen und Logistikengpässen. Dass Kodak dennoch die Bruttomarge verbessert hat, ist vor diesem Hintergrund nicht selbstverständlich.
15 Prozent nachbörslich für ein Quartal, das operativ das stärkste seit Jahren war. Kodak und der Kapitalmarkt, das war schon immer eine komplizierte Beziehung.
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