Knorr-Bremse hat das Geschäftsjahr 2025 mit vorläufigen Zahlen abgeschlossen und richtet den Blick nun auf die nächste Phase der Expansion. Nach einer starken Kursentwicklung seit Jahresbeginn stellt sich die Frage: Kann die Effizienzstrategie „BOOST“ das Papier auf neue Höchststände hieven?
Strategie und Marktchancen
Im Zentrum der operativen Entwicklung steht das Programm „BOOST“, das durch Prozessoptimierung und gezielte Zukäufe im Softwarebereich die Profitabilität steigern soll. Während die Schienensparte (RVS) weiterhin als stabiler Ertragsbringer fungiert, bleibt das Segment für Nutzfahrzeuge (CVS) aufgrund der schwächeren Nachfrage in Nordamerika gefordert. Dennoch gelang es dort zuletzt, die Margen stabil zu halten.
Zusätzliche Impulse erhofft sich das Unternehmen von einer möglichen Rückkehr als Systemlieferant für den chinesischen Hochgeschwindigkeitsverkehr. Ein solcher Wiedereinstieg könnte die globale Marktposition langfristig festigen und neue Wachstumsquellen erschließen.
Die Bewertung im Check
Der Aktienkurs spiegelt den Optimismus der vergangenen Monate wider. Mit 113,60 Euro notiert das Papier heute nur rund 1,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 115,20 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel bereits ein deutliches Plus von 18,58 Prozent.
Allerdings mahnt der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 78,1 zur Vorsicht. Die Aktie gilt damit technisch als überkauft, was das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen erhöht, nachdem der Kurs gestern noch bei 114,40 Euro aus dem Handel gegangen war.
Wichtige Termine für Anleger
In den kommenden Monaten stehen entscheidende Veröffentlichungen an, die den aktuellen Trend fundamental untermauern müssen. Am 19. März 2026 folgt der vollständige Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr. Kurz darauf, am 7. Mai, gewähren die Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 Einblick in die aktuelle operative Dynamik.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Juli 2026: Dann plant das Management, die neuen Mittelfristziele zu präsentieren. Diese Zielvorgaben werden entscheidend dafür sein, ob die Aktie ihren Aufwärtstrend nachhaltig über die Marke von 115 Euro hinaus fortsetzen kann.
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