Klarna baut sein Geschäft im Reisesegment aus. Die Digitalbank erweitert ihre Partnerschaft mit dem Fernbus- und Bahnanbieter Flix und ist ab sofort in 21 Flix-Märkten verfügbar. Zu den bisherigen Standorten USA und Schweden kommen unter anderem Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, die Schweiz, Österreich und Spanien hinzu.
Die Integration betrifft den gesamten Buchungsprozess von Flix, zu dem auch FlixBus, Kamil Koç und die US-Marke Greyhound gehören. Reisende können künftig direkt beim Ticketkauf zwischen drei Zahlwegen wählen: vollständige Zahlung bei Buchung, zinsfreie Ratenzahlung oder eine längerfristige Finanzierung für größere Beträge. Bei grenzüberschreitenden Fahrten entfallen Wechselkursgebühren — Kunden zahlen in ihrer Landeswährung, ohne versteckte Kosten für die Umrechnung.
Reisebranche als Wachstumsfeld
Für Klarna ist die Erweiterung ein weiterer Baustein in der Strategie, sich über den klassischen Checkout-Handel hinaus in ausgabenstarken Bereichen wie dem Reisesektor zu etablieren. Chief Commercial Officer David Sykes verwies darauf, dass Reisen zu den größten Ausgabenposten privater Haushalte zählen, die Zahlungsflexibilität dort bislang aber hinterherhinke. Flix wiederum verspricht sich von der Partnerschaft zusätzliche Buchungsanreize für preissensible Kunden, etwa Studierende oder Familien auf Langstreckenfahrten.
Klarna zählt nach eigenen Angaben weltweit über 119 Millionen aktive Nutzer und wickelt täglich 3,4 Millionen Transaktionen ab. Das Unternehmen ist an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel KLAR notiert und zu seinen Handelspartnern zählen neben Flix auch Uber, Ikea und Airbnb.
Die Ausweitung auf 21 Märkte macht Flix zu einem der geografisch breitesten Handelspartner im Klarna-Netzwerk. Ob sich daraus spürbare Effekte auf Transaktionsvolumen oder Nutzerzahlen ableiten lassen, dürfte sich erst in den kommenden Quartalsberichten zeigen.
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