KLA-Tencor Aktie: 8,2-Prozent-Absturz trotz Zahlen-Beat

KLA-Aktie stürzt trotz Rekordumsatz und Analysten-Hochstufungen ab. Ein Insider-Verkauf und Branchenschwäche belasten den Kurs.

Auf einen Blick:
  • Kursrutsch um über acht Prozent
  • Finanzchef verkauft Aktienpaket
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich
  • Umsatzwachstum von 11,5 Prozent

KLA Corporation liefert starke Zahlen und kassiert höhere Kursziele. Die Börse reagiert trotzdem mit einem deutlichen Abverkauf. Ein massiver Kursrutsch und ein millionenschwerer Insider-Deal verunsichern die Anleger.

Branchenweite Korrektur

Am Montag brach das Papier des Halbleiter-Spezialisten um 8,2 Prozent ein. KLA landete damit am Ende des Nasdaq 100. Der Absturz war kein isoliertes Ereignis. Das Branchenbarometer Philadelphia Semiconductor Index verlor parallel dazu über sieben Prozent.

Große Cloud-Anbieter treten derzeit auf die Bremse. Diese sogenannten Hyperscaler drosseln ihre enormen Infrastruktur-Investitionen zugunsten eines nachhaltigeren Wachstums. Die Folge: Die gesamte Chip-Branche verliert an Momentum.

Inmitten dieser Marktturbulenzen trennte sich Finanzchef Bren D. Higgins von eigenen Aktien. Am 2. Juli verkaufte er Papiere im Wert von rund 7,36 Millionen US-Dollar. Der Durchschnittspreis lag bei gut 265 US-Dollar.

Panik ist hier allerdings unangebracht. Die Transaktion lief über einen vorab festgelegten Handelsplan aus dem Mai 2025. Higgins hält weiterhin über 263.000 KLA-Aktien. Sein verbleibendes Paket beinhaltet auch gesperrte Aktienoptionen.

Analysten heben Ziele an

Marktexperten blicken indes weiter optimistisch auf das Unternehmen. Morgan Stanley hob das Kursziel kürzlich kräftig von 190 auf 274 US-Dollar an. Susquehanna sieht den fairen Wert bei 275 US-Dollar. Beide Banken belassen ihre Einstufung auf einem neutralen Niveau.

Die Neubewertungen berücksichtigen den jüngsten Aktiensplit von Mitte Juni. Operativ liefert der Anlagenbauer ohnehin starke Argumente. Im Frühjahresquartal kletterte der Umsatz um 11,5 Prozent auf über 3,4 Milliarden US-Dollar. Auch der Gewinn übertraf die Markterwartungen deutlich.

KLA lässt die Aktionäre an diesem Erfolg teilhaben. Der Vorstand hat ein Aktienrückkaufprogramm über sieben Milliarden US-Dollar genehmigt. Obendrein zahlt der Konzern eine angepasste Quartalsdividende von 23 US-Cent je Aktie. Diese massiven Kapitalrückflüsse stützen die Bewertung des 307-Milliarden-Dollar-Konzerns.

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