KKR zieht sich aus einem Geschäft zurück, das der Investor selbst über Jahre aufgebaut hat. Fonds des Finanzinvestors verkaufen ihre Tanklager-Plattformen in Japan und Südkorea an institutionelle Käufer — nach fünf Jahren Ausbauarbeit ein klassischer Exit.
Zwei Länder, ein Deal
Betroffen sind Central Tank Terminal (CTT) in Japan und Central Terminal Korea (CTK). CTT betreibt zwölf Tanklager-Terminals in Japans wichtigsten Industrieregionen wie Kawasaki, Yokohama und Osaka, mit mehr als 450 Tanks und über 420.000 Kilolitern Kapazität. CTK verantwortet einen Terminal-Komplex im südkoreanischen Ulsan sowie Getreidesilos in Ulsan und Pyeongtaek.
KKR hatte CTT bereits 2021 übernommen und die Plattform 2023 durch den Zukauf von CTK nach Korea erweitert. In der Haltezeit kamen ergänzende Übernahmen in Japan hinzu, zudem wurde die Terminalkapazität in beiden Märkten ausgebaut. Die Käufer der beiden Sparten bleiben ebenso unbenannt wie die finanziellen Details der Transaktion — üblich bei Private-Equity-Exits dieser Größenordnung.
Der Rückzug fällt in eine Phase, in der KKR im asiatisch-pazifischen Raum an anderer Stelle aufstockt. Erst am Vortag hatte der Investor eine Mehrheitsbeteiligung an einer indischen Flüssiggut-Logistikplattform angekündigt, über die Fonds das Übernahmevorhaben von Ganesh Benzoplasts Terminal- und Schienengeschäft mitfinanzieren sollen.
Beide Bewegungen — Verkauf in Nordasien, Einstieg in Indien — zeigen, wie KKR sein Infrastruktur-Portfolio in der Region laufend umschichtet. Mit rund 119 Milliarden Dollar verwaltetem Infrastrukturvermögen zählt die Firma zu den aktivsten Investoren dieses Segments weltweit, in Japan ist sie seit zwei Jahrzehnten aktiv, in Korea seit 2009.
Der Abschluss der Transaktionen in Japan und Korea steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen. Ein Zeitpunkt für den Closing wurde nicht genannt.
KKR-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue KKR-Analyse vom 30. September liefert die Antwort:
Die neusten KKR-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KKR-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
