KKR-Aktie: Arctos-Deal für 1,4 Milliarden!

KKR übernimmt Arctos Partners für 1,4 Milliarden Dollar, um im Sport- und Secondaries-Markt zu wachsen

Auf einen Blick:
  • KKR kauft Arctos Partners für 1,4 Milliarden Dollar plus bis zu 550 Millionen Dollar zusätzlich
  • Arctos verwaltet 15 Milliarden Dollar und hält Anteile an Teams wie Golden State Warriors und Liverpool FC
  • Quartalsergebnis verfehlt Erwartungen mit 1,12 Dollar je Aktie statt erwarteter 1,15 Dollar
  • Gewinnrückgang von 15 Prozent durch Belastung aus Asia-II-Fonds in Höhe von 350 Millionen Dollar

Der Quartalsbericht von KKR fällt enttäuschend aus. Der bereinigte Nettogewinn sank im vierten Quartal um 15 Prozent auf 1 Milliarde Dollar oder 1,12 Dollar je Aktie. Die Analysten hatten mit 1,15 Dollar gerechnet. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits 32 Prozent verloren und ist damit der schwächste Wert unter den großen börsennotierten Wettbewerbern.

Der Hauptgrund für die Schwäche liegt auf der Hand. KKR musste 350 Millionen Dollar an Carried Interest aus dem Asia-II-Fonds zurückzahlen. Diese Belastung drückte die Gewinne aus dem Investmentgeschäft um satte 79 Prozent nach unten. Ohne diese Sonderbelastung hätte das Ergebnis bei 1,30 Dollar je Aktie gelegen.

Doch KKR schlägt jetzt zurück. Die Übernahme von Arctos Partners für 1,4 Milliarden Dollar markiert einen strategischen Vorstoß in zwei schnell wachsende Märkte: Sport und Secondaries. Arctos verwaltet rund 15 Milliarden Dollar und hält Beteiligungen an Top-Teams wie den Golden State Warriors, Liverpool FC und den Los Angeles Dodgers.

Die neue KKR Solutions soll auf 100 Milliarden Dollar wachsen

Mit Arctos gründet KKR eine neue Geschäftseinheit namens KKR Solutions, die von Arctos-Mitgründer Ian Charles geleitet wird. KKR rechnet damit, dass diese Sparte langfristig auf ein Volumen von 100 Milliarden Dollar anwachsen kann. Der Deal besteht aus 300 Millionen Dollar in bar, 900 Millionen Dollar in Aktien für bestehende Arctos-Anteilseigner sowie weiteren 200 Millionen Dollar in Aktien bis 2028.

Charles zeigte sich optimistisch, dass die großen US-Sportligen den Deal genehmigen werden. Die Gespräche mit den Ligen seien kollaborativ und kommerziell verlaufen, sagte er in einem Bloomberg-Interview. Die Ligen seien sehr begeistert von der Kombination.

KKR sammelte im vierten Quartal 28 Milliarden Dollar frisches Kapital ein, vor allem im Kreditgeschäft. Für das Gesamtjahr 2025 kam die Firma auf Rekordzuflüsse von 129 Milliarden Dollar. Das verwaltete Vermögen stieg um 17 Prozent auf 744 Milliarden Dollar. Die Transaktion soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden und unmittelbar danach gewinnsteigernd wirken. Jetzt muss KKR nur noch die Genehmigungen der Sportligen einholen, dann kann der Neustart beginnen.

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