Die Aktie von Kioxia legt heute um 2,0 Prozent auf 298,80 Euro zu. Gestützt wird die Erholung von anhaltenden Spekulationen über milliardenschwere Börsenpläne in Übersee sowie einem festen Branchenumfeld bei japanischen Halbleiter- und KI-Werten.
Auslöser der anhaltenden Marktreaktion sind Berichte über einen möglichen Gang an die US-Börse. Bloomberg und Reuters hatten am Montag übereinstimmend berichtet, dass der japanische Speicherchiphersteller die Ausgabe von American Depositary Shares erwägt. Dabei stehe ein Emissionsvolumen von mindestens 10 Milliarden US-Dollar im Raum, ein Schritt könnte frühestens 2027 erfolgen.
Offizielle Vorbereitungen ohne feste Zusagen
Das Unternehmen reagierte am Dienstag mit einer Stellungnahme. Kioxia bestätigte, dass Vorbereitungen für ein US-Listing von Hinterlegungsscheinen auf die eigenen Stammaktien laufen. Zugleich stellte der Konzern klar, dass die vorangegangenen Medienberichte keine offiziellen Unternehmensankündigungen darstellten.
Weder der Zeitplan noch der genaue Handelsplatz oder die Ausgestaltung der Emission sind bislang festgelegt. Kioxia betonte zudem ausdrücklich, dass die Vorbereitungen jederzeit wieder abgebrochen werden könnten. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn der Aktie ungeachtet dieser Vorbehalte auf 424 Prozent.
Preiskontrolle bei NAND und Veränderungen im Aktionariat
Strategisch setzt die Unternehmensführung derweil auf Stabilität im Markt für Speicherchips. CEO Hiroo Ota erklärte am 9. September gegenüber Bloomberg, Kioxia wolle weitere drastische Preisanstiege bei NAND-Flash-Speichern verhindern.
Zu starke Verteuerungen könnten andernfalls die langfristige Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz beeinträchtigen. Eine tiefere Kooperation mit dem Anteilseigner und Konkurrenten SK Hynix wies der Vorstandschef zugleich zurück.
Auf Eigentümerseite kam es unterdessen zu Umschichtungen. Einer Mitteilung zufolge reduzierte der Großaktionär Toshiba seinen Anteil an Kioxia von zuvor 14,06 Prozent auf 12,84 Prozent. Medienberichten zufolge erlöste Toshiba durch den Teilverkauf rund 360 Milliarden Yen.
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