Kioxia Aktie: Fab3-Bau in Kitakami begonnen

Symbolbild, KI-generiert

Kioxia und Sandisk bereiten in Japan eine neue Fab vor, setzen auf dichteren QLC-Flash und planen bis 2032 Investitionen von über 31 Milliarden Dollar.

Auf einen Blick:
  • Neue Fab3 in Kitakami vorbereitet
  • Produktionsbeginn für Geschäftsjahr 2029 vorgesehen
  • QLC-Flash mit bis zu 60 Prozent mehr Bitdichte
  • Kioxia-Aktie binnen sieben Tagen 20 Prozent höher

Kioxia macht ernst mit dem Ausbau seiner Speicherchip-Produktion. Gemeinsam mit Sandisk kündigte das japanische Unternehmen an, bis 2032 mehr als 31 Milliarden Dollar in Japan zu investieren.

Kernstück ist eine neue Fabrik am Standort Kitakami in der Präfektur Iwate, die den steigenden Bedarf an Flash-Speicher für Anwendungen der künstlichen Intelligenz decken soll. Reuters und Bloomberg berichteten, beide Unternehmen hätten dabei auch um staatliche Unterstützung geworben.

Konkreter wird das Vorhaben durch die neue Anlage Fab3 am Kitakami-Werk: Kioxia teilte mit, die Standortvorbereitung habe begonnen, der Produktionsstart sei für das Geschäftsjahr 2029 vorgesehen.

Nikkei hatte bereits vor der offiziellen Bestätigung berichtet, das Investitionsvolumen für die neue Anlage im Norden Japans könnte eine Billion Yen übersteigen — eine Einschätzung, die nach der Unternehmensmitteilung von weiteren Medien aufgegriffen wurde.

Neue Speichertechnologie als Wachstumstreiber

Parallel zur Werksankündigung stellten Kioxia und Sandisk eine neue Generation von QLC-3D-Flashspeicher vor. Verglichen mit der achten Generation ihrer Chips soll die Bitdichte um bis zu 60 Prozent steigen, die Speicherdichte übertrifft laut Unternehmensangaben 37 Gigabit pro Quadratmillimeter.

Diese Technologie soll die Basis für die künftige Massenproduktion in Kitakami bilden und die Wettbewerbsposition im schnell wachsenden KI-Speichermarkt stärken.

Um das ambitionierte Ausbauprogramm zu finanzieren, plant Kioxia Holdings nach eigenen Angaben durchschnittliche jährliche Investitionsausgaben von rund 470 Milliarden Yen in den Geschäftsjahren 2026 bis 2028. Diese Summe fließt direkt in die Erweiterung der Produktionskapazitäten und den Bau der neuen Anlage in Iwate.

Möglicher Partner aus Südkorea

Zusätzliche Dynamik erhält die Wachstumsstory durch mögliche Kooperationen in der Branche. SK-Group-Chairman Chey Tae-won erklärte, sein Konzern erwäge den Bau einer neuen Speicherchip-Fabrik in Japan und bezeichnete eine Zusammenarbeit mit Kioxia als „eine Option“. Kioxia selbst äußerte sich zurückhaltender und betonte lediglich, man werde die gute Beziehung zu SK hynix auch künftig pflegen.

Kursreaktion fällt deutlich aus

Der Markt reagierte auf die Nachrichtenflut mit deutlichen Kursgewinnen. Die Kioxia-Aktie legte am Freitag um 7,3 Prozent zu, nachdem sie bereits am Vortag stärker gestiegen war. Über die vergangenen sieben Handelstage summiert sich das Plus auf 20 Prozent.

Anleger honorieren damit die Kombination aus konkretem Ausbauprogramm, neuer Chip-Generation und möglichen strategischen Partnerschaften als Signal für anhaltend hohe Nachfrage nach KI-tauglichem Flash-Speicher.

Die milliardenschweren Investitionspläne unterstreichen, wie sehr Kioxia auf den anhaltenden Boom bei KI-Anwendungen setzt. Mit dem geplanten Produktionsstart von Fab3 im Geschäftsjahr 2029 positioniert sich das Unternehmen für eine Marktphase, in der Speicherchips mit hoher Dichte und Energieeffizienz zunehmend gefragt sein dürften.

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