Toshiba Corporation hat seinen Anteil an Kioxia Holdings erneut verringert. Eine Nachtragsmeldung vom 10. August zeigt einen Rückgang der Beteiligung auf 14,06 Prozent, nachdem die Meldepflicht bereits am 3. August ausgelöst worden war. Zuvor hatte Toshiba noch 14,48 Prozent gehalten. Der schrittweise Rückzug des früheren Mutterkonzerns markiert einen weiteren Schritt in der Neuordnung der Eigentümerstruktur des Speicherchip-Herstellers.
An die Stelle von Toshiba als größtem Anteilseigner ist BCPE Pangea Cayman2 getreten, ein Vehikel von Bain Capital, das mit 14,19 Prozent inzwischen die Führungsposition unter den Kioxia-Aktionären einnimmt. Die sukzessive Verschiebung der Stimmrechtsverhältnisse dürfte Anleger weiter beschäftigen, zumal sie parallel zu weitreichenden Kapitalmaßnahmen des Unternehmens verläuft.
Rückkaufprogramm als Treiber des Marktes
Kioxia hatte den Ende Juli mit einem Volumen von bis zu 800 Milliarden Yen gestarteten Aktienrückkauf bereits am 10. August abgeschlossen – deutlich vor dem ursprünglich für Ende Oktober vorgesehenen Enddatum. Insgesamt erwarb das Unternehmen 16.133.500 Aktien, das entspricht 2,94 Prozent der ausstehenden Anteile, für rund 799,997 Milliarden Yen.
Bloomberg berichtete, dass dieser Rückkauf maßgeblich dazu beitrug, dass japanische Unternehmen in der betreffenden Woche Rekordvolumina an eigenen Aktien zurückkauften. Kioxia rückt damit in eine Vorreiterrolle unter den großen Rückkaufprogrammen des japanischen Marktes.
Ergänzend dazu wurde am 20. August bei der US-Börsenaufsicht ein sogenannter Post-Effective-Amendment-Antrag zu Kioxia-bezogenen Wertpapierdokumenten akzeptiert. Solche Nachtragsanträge betreffen in der Regel bereits eingereichte Registrierungsunterlagen und deuten auf laufende administrative Anpassungen im Zusammenhang mit den US-notierten Kioxia-Papieren hin.
Kursbild bleibt volatil
An der Börse zeigte sich die Aktie zuletzt wieder etwas fester: Am Freitag schloss das Papier bei 292,75 Euro, ein Plus von 4,5 Prozent auf Tagessicht.
Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Rückgang von 18 Prozent zu Buche, und der Kurs notiert derzeit 21 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 372,72 Euro. Die Erholung vom Freitag reicht damit nicht aus, um den mittelfristigen Abwärtstrend zu durchbrechen, der die Aktie seit ihrem Jahreshoch begleitet.
Die Kombination aus abgeschlossenem Milliarden-Rückkauf, einer sich verschiebenden Aktionärsstruktur und regulatorischen Nachträgen in den USA zeigt, dass sich bei Kioxia mehrere strukturelle Themen parallel entwickeln. Für Anleger bleibt entscheidend, ob der neue Großaktionär Bain Capital künftig stärker auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens einwirkt, während sich Toshiba schrittweise weiter zurückzieht.
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