Kioxia Aktie: 12,09 Prozent Absturz

Kursrutsch bei Kioxia um über zwölf Prozent. Neue Cloud-Pläne von Meta und Apple-Partnersuche mit CXMT belasten den Speichermarkt.

Auf einen Blick:
  • Kioxia verliert über zwölf Prozent
  • Meta plant eigenen Cloud-Dienst
  • Apple verhandelt mit CXMT
  • Branchenweiter Ausverkauf bei Chips

Kioxia erlebt einen schwarzen Donnerstag. Die Aktie stürzt um 12,09 Prozent auf 405,55 Euro ab. Ein branchenweiter Ausverkauf reißt den Speicherchiphersteller mit in die Tiefe. Neue Strategien der Tech-Giganten alarmieren Investoren.

Meta und Apple als Auslöser

Den Anstoß für die Talfahrt gaben zwei Schwergewichte. Meta plant offenbar einen neuen Cloud-Dienst namens „Meta Compute“. Der Konzern will damit überschüssige KI-Rechenkapazitäten verkaufen. Marktbeobachter werten das als Warnsignal für eine abkühlende Hardware-Nachfrage.

Parallel dazu sucht Apple nach neuen Partnern. Der iPhone-Konzern verhandelt angeblich mit dem chinesischen Hersteller CXMT über Speicherchips. Das bedroht etablierte Zulieferer wie Kioxia, Samsung und SK Hynix direkt. Sie dominierten Apples Lieferkette bislang fast ausnahmslos. Die Folge: massiver Verkaufsdruck.

Dominoeffekt im Chipsektor

Der Kursrutsch bei Kioxia steht nicht isoliert. In Asien verzeichneten SK Hynix und Samsung am Donnerstag drastische Verluste. SK Hynix erlitt sogar den härtesten Einbruch an einem einzigen Handelstag seit 2008.

In den USA fielen Micron und SanDisk bereits am Mittwoch zweistellig. Analysten machen auch Gewinnmitnahmen für die hohe Volatilität verantwortlich. Der Absturz folgt auf eine beispiellose Branchen-Rallye im ersten Halbjahr.

Zwischen Rekordtief und Allzeithoch

Der Blick auf den Chart zeigt extreme Ausschläge. Erst am Dienstag markierte Kioxia knapp unter 520 Euro ein neues Jahreshoch. Davon ist der Kurs nun knapp 22 Prozent entfernt. Dennoch notiert das Papier weiterhin 326 Prozent im Plus verglichen mit dem März-Tief.

Die Schwankungsbreite der vergangenen Wochen nimmt massiv zu. Die annualisierte Volatilität explodiert auf fast 154 Prozent. Der Relative-Stärke-Index sinkt auf den Wert von 60,9. Die Aktie verlässt damit den überkauften Bereich.

Fundamentaldaten bleiben stark

Branchenexperten sehen den Abverkauf eher psychologisch getrieben. Die langfristigen Prognosen bleiben intakt. Der globale Halbleitermarkt soll in diesem Jahr die Marke von einer Billion Dollar knacken. Die Investitionen der Cloud-Anbieter belaufen sich auf geschätzte 600 Milliarden Dollar.

Neue Impulse liefern in den kommenden Wochen die vorläufigen Quartalszahlen der Konkurrenz. Die offiziellen Prognosen der US-Chiphersteller definieren dann das konkrete Marktumfeld für das zweite Halbjahr.

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