Kioxia liefert Rekordzahlen ab. Der Aktienkurs bricht trotzdem ein. Am Freitag verlor die Aktie des japanischen Speicherchip-Herstellers 10,76 Prozent und schloss bei 240,05 Euro. Damit hat das Papier fast die Hälfte seines Wertes seit dem Rekordhoch im Juni verloren.
Der Widerspruch treibt Anleger um. Kioxia meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 1,77 Billionen Yen, umgerechnet rund 11 Milliarden Dollar. Das ist mehr als das Fünffache des Vorjahreswerts. Der operative Gewinn schnellte von 44,9 Milliarden auf 1,27 Billionen Yen hoch, der Nettogewinn stieg von 18,3 Milliarden auf 842,2 Milliarden Yen. Zahlen, von denen andere Chiphersteller nur träumen können.
Die Aktie reagierte zunächst positiv. Dann kippte die Stimmung. Der Grund: Der Ausblick für das laufende Quartal Juli bis September bleibt hinter den Analystenschätzungen zurück. Anleger werten das als Signal, dass der KI-getriebene Preisboom bei Flash-Speicher an Schwung verliert.
Aktiensplit im Oktober
Zusätzlich zu den Quartalszahlen bestätigte Kioxia einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu drei. Der Stichtag ist der 30. September, wirksam wird der Split zum 1. Oktober. Ziel des Managements: die Aktie für Privatanleger zugänglicher machen.
Das Kalkül dahinter ist bekannt. Privatanleger trugen die Kioxia-Rallye der vergangenen Monate maßgeblich mit. Ein günstigerer Preis pro Aktie soll diese Nachfrage weiter stärken.
Vom teuersten Konzern Japans zum Absturzkandidaten
Der Kurssturz wirkt umso dramatischer angesichts der vorherigen Rallye. Im Juni war Kioxia kurzzeitig das wertvollste börsennotierte Unternehmen Japans, nach einem Kursanstieg von über 600 Prozent seit Jahresbeginn. Die Marktkapitalisierung schmolz danach um mehr als 30 Billionen Yen, umgerechnet etwa 185 Milliarden Dollar.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 621,00 Euro aus dem Juni hat die Aktie inzwischen 61,34 Prozent verloren. Zum Vergleich: Vom 52-Wochen-Tief bei 50,00 Euro im Oktober 2025 liegt sie immer noch über 380 Prozent höher. Die Kursachterbahn zeigt, wie stark der KI-Hype die Bewertung in beide Richtungen treibt.
Analysten bleiben trotz des Ausverkaufs optimistisch. Sie rechnen auf Zwölfmonatssicht mit einer Kursrendite von rund 118 Prozent. Als Risikofaktoren gelten der Rückzug von Bain Capital als Investor und die hohe Hebelwirkung im Handel durch Privatanleger.
Gehebelte ETFs könnten Schwankungen weiter verschärfen
Die Volatilität dürfte zunehmen, nicht abnehmen. Mehrere US-Anbieter wie Corgi Strategies, GraniteShares und Tuttle Capital planen gehebelte Exchange Traded Funds auf die Kioxia-Aktie. Tuttle Capital will seinen zweifach gehebelten Long-ETF bereits im kommenden Monat starten.
Kioxia wäre damit das erste japanische Unternehmen mit einem Single-Stock-Leveraged-ETF in den USA. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bereits jetzt bei fast 190 Prozent — ein Wert, der die Nervosität rund um die Aktie unterstreicht. Der RSI von 38,8 deutet auf eine überverkaufte Situation hin, nachdem der jüngste Ausverkauf heftig ausfiel.
Der bevorstehende Split im Oktober und die geplanten US-Notierungen der gehebelten Fonds dürften den Handel in den kommenden Wochen zusätzlich beleben. Für Kioxia bedeutet das: Die operative Geschäftsentwicklung läuft rund, die Aktie bleibt trotzdem ein Hochrisikopapier mit extremen Kursausschlägen in beide Richtungen.
Kioxia Holdingsration-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kioxia Holdingsration-Analyse vom 03. August liefert die Antwort:
Die neusten Kioxia Holdingsration-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kioxia Holdingsration-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Kioxia Holdingsration: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
