Kimberly-Clark gerät vor den Jahresergebnissen verstärkt unter Druck. In den letzten Tagen senkten mehrere Großbanken ihre Kursziele deutlich, während institutionelle Investoren ihre Positionen neu justieren. Kann die „Powering Care“-Strategie die Margen wieder stabilisieren?
Kursziele und Analysten
UBS senkte das Kursziel auf 107 $ (vorher 132 $) und behält ein „Neutral“-Rating. TD Cowen und Wells Fargo korrigierten jeweils auf 105 $ und verwiesen auf ein schwieriges Umfeld im Consumer-Staples-Segment. Die Analysten sehen vor allem Druck durch hohe Werbe- und Promotionsausgaben sowie eine Verschiebung der Nachfrage hin zu preisorientierten Vertriebskanälen. Die Aktie fiel Anfang des Monats auf ein 52-Wochen-Tief von 99,20 $.
Kimberly-Clark Aktie Chart
Institutionelle Bewegungen
Die institutionelle Landschaft zeigt keine einheitliche Richtung. Gestern (18. Januar) meldeten Daten, dass Occidental Asset Management eine neue Position mit 15.675 Aktien aufbaute. Dem steht ein deutlicher Abverkauf von Stephens Inc. AR gegenüber; das Haus reduzierte seine Bestände um rund 44,6 % (ca. 38.324 Aktien). Trotz der Kursverluste liegt der Anteil institutioneller Investoren bei etwa 76 %. Großinvestoren wie Vanguard Group und Norges Bank halten ihre Positionen weitgehend oder haben diese aufgestockt, obwohl die Aktie in den letzten sechs Monaten mehr als 20 % verloren hat.
Operative Lage und Ausblick
Operativ zeigt sich ein gemischtes Bild: Das organische Umsatzwachstum betrug zuletzt 2,5 %, getragen von einem Volumenplus von 2,4 %. Die berichteten Nettoverkäufe blieben annähernd stabil, da Desinvestitionen und der Ausstieg aus Eigenmarkengeschäften wirkten. Im vorherigen Berichtszeitraum übertraf das Unternehmen die Gewinnerwartungen mit einem EPS von 1,82 $. Gleichzeitig schrumpften die bereinigten Bruttomargen um 170 Basispunkte auf 36,8 %, was auf höhere Investitionen in Preismaßnahmen und Promotionen zurückgeführt wird.
Der Markt richtet den Blick auf die nächsten Quartalszahlen am 27. Januar und das Konsens-EPS von 1,81 $. Zusätzlich belastet die geplante Übernahme von Kenvue in Höhe von 48,7 Mrd. $ die Bewertung, da Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und der Integration bereits eingepreist werden. Sollte das Ergebnis die 1,81 $-Erwartung verfehlen und die Margen weiter unter Druck bleiben, dürfte zusätzlicher Abwärtsdruck folgen. Ein besser als erwartetes EPS und erkennbare Margenverbesserungen könnten hingegen den Abwärtstrend abbremsen.
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