Kering-Aktie: Gucci im freien Fall!

Der Luxuskonzern Kering verzeichnet einen dramatischen Umsatz- und Margeneinbruch. Neuer CEO Luca de Meo leitet drastische Sanierungsmaßnahmen ein und kündigt eine Strategieoffensive für 2026 an.

Auf einen Blick:
  • Gucci-Umsatz fällt im zehnten Quartal in Folge um 10 Prozent
  • Jahresumsatz sinkt um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro
  • Operative Marge bricht von 28 auf 11 Prozent ein
  • CEO de Meo verspricht Wachstum und Margenverbesserung für 2026

Die Zahlen von Kering lesen sich wie ein Alptraum für Luxusanleger. Im vierten Quartal gingen die Umsätze um 3 % auf vergleichbarer Basis zurück und erreichten 3,9 Milliarden Euro. Das Flaggschiff Gucci verlor erneut 10 % und verbucht damit das zehnte Quartal (!) in Folge mit rückläufigen Erlösen.

Der neue CEO Luca de Meo, der von Renault kommt und mit einem Gehaltspaket von über 20 Millionen Euro ausgestattet ist, hat alle Hände voll zu tun. Die operative Marge des Konzerns ist von 28 % im Jahr 2022 auf nur noch 11 % abgestürzt. Bei Gucci fiel sie von 36 % auf 16 %. Zum Vergleich: LVMH erreichte 2025 eine Marge von 22 %, die Leder- und Modesparte sogar 35 %.

Das Gesamtjahr 2025 zeigt das ganze Ausmaß der Krise. Der Umsatz fiel um 13 % auf 14,7 Milliarden Euro, vergleichbar waren es minus 10 %. Gucci büßte 19 % ein, Yves Saint Laurent 6 %. Einzig Bottega Veneta und Kering Eyewear legten jeweils 3 % zu. Der operative Gewinn brach auf 1,63 Milliarden Euro ein, weniger als ein Drittel des Niveaus von 2022.

Kering SA Aktie Chart

De Meo verkauft und verspricht die Wende

Der neue Chef hat bereits drastische Schritte eingeleitet. Im Oktober verkaufte er das Beauty-Geschäft und Markenlizenzen für 4 Milliarden Euro an L’Oréal. Das Filialnetz wurde um 75 Boutiquen reduziert, weitere Schließungen sind geplant. Die Nettoverschuldung liegt bei 8 Milliarden Euro, hinzu kommen langfristige Leasingverbindlichkeiten von 5 Milliarden Euro.

Finanzchefin Armelle Poulou sieht gegen Ende des Jahres leichte Verbesserungen bei Gucci in fast allen Regionen. Neue Produkte und Handtaschenverkäufe hätten geholfen. De Meo selbst räumte in einem internen Memo ein, dass die Vollpreisverkaufsrate bei Gucci weit hinter Louis Vuitton und Hermès zurückliegt. Seine Botschaft war klar: Kein Industrieunternehmen könne überleben, wenn es drei Teile produziert, um eines zu verkaufen.

Für 2026 verspricht Kering nun Wachstum und Margenverbesserung. Am 16. April will de Meo beim Kapitalmarkttag seine Strategie im Detail vorlegen. Die Aktie hat seit Bekanntgabe seiner Ernennung im Juni rund 50 % zugelegt. Ob das Vertrauen gerechtfertigt ist, wird sich zeigen. Die Dividende soll bei 3 Euro je Aktie liegen, plus eine Sonderdividende von 1 Euro nach Abschluss des Beauty-Verkaufs. Anleger brauchen jetzt starke Nerven und müssen darauf vertrauen, dass de Meo liefert.

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