Keel Infrastructure setzt alles auf eine Karte. Das Unternehmen verlässt das Bitcoin-Mining und baut stattdessen riesige Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Anleger reagieren elektrisiert: Die Aktie schloss am 2. Juni 2026 bei 6,14 US-Dollar.
Gigantische Stromreserven als Basis
Der Kern der neuen Strategie liegt im Boden. Keel kontrolliert Standorte in Pennsylvania, Washington und Québec. Diese verfügen über eine Stromkapazität von insgesamt 2,2 Gigawatt.
Besonders das Scrubgrass-Projekt in Pennsylvania sticht heraus. Das Gelände umfasst 650 Hektar und bietet Platz für 1,3 Gigawatt Leistung. Aktuell sind dort erst 63 Megawatt angeschlossen.
Keel hat bereits Laststudien für bis zu 750 Megawatt eingereicht. CEO Ben Gagnon rechnet jedoch mit einer Umsetzung dieser Kapazitäten frühestens im Jahr 2028. Parallel dazu laufen Arbeiten an Standorten wie Panther Creek und Moses Lake.
Hohe Verluste während der Transformation
Die Bilanz zeigt den harten Übergang. Der Umsatz sank zuletzt um 22 Prozent auf knapp 37 Millionen US-Dollar. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 145,35 Millionen US-Dollar.
Trotz der roten Zahlen ist die Kasse gefüllt. Anfang Mai verfügte Keel über 533 Millionen US-Dollar an Liquidität. Dieses Polster soll den teuren Ausbau der Infrastruktur finanzieren.
Der Markt bewertet Keel zunehmend als reinen Infrastruktur-Player. Das Ziel: Mietverträge mit sogenannten Hyperscalern. Bis Ende 2026 will das Management drei solcher Verträge abschließen.
Gelingt der Abschluss dieser Leasingverträge, wäre die Monetarisierung der Pipeline greifbar. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 3,7 Milliarden US-Dollar.
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