Kaffeepreis: Brasilien bei 20,1% Erntefortschritt

Regenfälle bremsen die Kaffeeernte Brasiliens, während Robusta-Kontrakte zulegen und Arabica-Futures nachgeben.

Auf einen Blick:
  • Robusta-Preis steigt um 1,62 Prozent
  • Arabica-Futures fallen leicht
  • Brasilien-Ernte liegt hinter Vorjahr
  • Vietnam-Exportwert sinkt trotz Mengenplus

Die internationalen Kaffeepreise zeigen ein gespaltenes Bild. Der Robusta-Kontrakt für Juli legte am Freitag um 1,62 Prozent auf 3.817 Dollar pro Tonne zu. Die Arabica-Futures gaben dagegen nach: minus 0,71 Prozent auf 286,75 Cent pro Pfund.

Brasilien hinkt hinterher

Im Fokus steht die Kaffeeernte in Brasilien. Cooxupé beziffert den Fortschritt auf 20,1 Prozent – im Vorjahr waren es zum selben Zeitpunkt 24,3 Prozent. Analysten führen die Verzögerung auf Regenfälle zurück. Für die kommende Woche sagen Wettermodelle jedoch trockenere Bedingungen voraus.

Trotz einer prognostizierten Rekordernte von rund 75,3 Millionen Säcken bleibt das kurzfristige Angebot knapp, warnt die Rabobank. Das zeigt sich auch an den Lagerbeständen der ICE. Die Arabica-Bestände liegen bei 382.084 Säcken – der tiefste Stand seit zweieinviertel Jahren.

Vietnam spürt den Druck

Auch Vietnam reagiert auf die globale Preisdynamik. Die Inlandspreise kletterten um 1.000 VND auf bis zu 90.500 VND pro Kilogramm. Die Exportzahlen für das erste Halbjahr 2026 zeigen ein zwiespältiges Bild: Das Volumen stieg um 11,8 Prozent auf 985.700 Tonnen. Der Gesamtwert der Exporte fiel dagegen um 10,7 Prozent – Folge der volatilen Preise.

Hinzu kommt: Die FAO warnt vor den Auswirkungen des neu begonnenen El-Niño-Phänomens. Extremwetter wie Dürren oder Überschwemmungen könnten die globalen Ernteerträge beeinträchtigen.

Die Arabica-Futures notieren derzeit bei 273,95 Dollar – ein Minus von 5,14 Prozent am Freitag. Seit Jahresanfang liegt der Kurs 23,33 Prozent im Minus. Das 52-Wochen-Hoch von 437,95 Dollar ist in weiter Ferne.

In der kommenden Woche richten sich alle Blicke auf die Erntefortschritte Brasiliens. Entscheidend ist, ob die Landwirte die Verzögerungen aufholen können.

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