Julius Bär Aktie: Zuflüsse trüben Rekordstart

Trotz operativem Rekordstart und überraschend starkem Gewinn enttäuschen die Nettoneugeld-Zuflüsse bei Julius Bär die Anleger.

Auf einen Blick:
  • Bereinigtes Vorsteuerergebnis übertrifft Erwartungen
  • Nettoneugeld-Zuflüsse bleiben weit hinter Zielen
  • Aktie fällt nach Zahlenvorlage zeitweise stark
  • Bank stellt mehr als 30 neue Berater ein

Noch nie lief das Jahresanfang-Geschäft für Julius Bär so gut wie 2026 — das zumindest in Bezug auf das operative Ergebnis. Trotzdem verlor die Aktie heute zeitweise fast neun Prozent. Der Grund: Anleger schauen bei Vermögensverwaltern zuerst auf das Wachstum, nicht auf die Kosten.

Starke Gewinne, schwache Zuflüsse

Der Gewinn überzeugte auf ganzer Linie. Das bereinigte Vorsteuerergebnis der ersten vier Monate liegt bei 598 Millionen Franken — rund 23 Prozent über den Markterwartungen. Die Cost-Income-Ratio kam bei 62 Prozent herein, deutlich besser als die erwarteten 67 Prozent. CEO Stefan Bollinger sprach vom stärksten Jahresauftakt in der Unternehmensgeschichte.

Was Investoren kalt ließ: Der Nettoneugeld-Zufluss enttäuschte erheblich. Mit einer annualisierten Wachstumsrate von 1,7 Prozent blieben die Mittelzuflüsse weit hinter den Konsenserwartungen zurück — und noch weiter vom mittelfristigen Ziel von 4 bis 5 Prozent entfernt, das die Bank für 2028 ausgerufen hat. Die verwalteten Vermögen erreichten 528 Milliarden Franken, rund ein Prozent unter den Analystenschätzungen.

Bewertung ließ wenig Spielraum

Julius Bär hatte sich im Vorfeld der Zahlen nahe an sein 52-Wochen-Hoch von 68,70 Franken herangearbeitet. Bei einem hoch bewerteten Wachstumstitel ist das ein gefährlicher Ausgangspunkt, wenn die entscheidende Wachstumskennzahl ausbleibt. Die Aktie fiel zeitweise auf 61 Franken, bevor sie sich teilweise erholte.

Das Institut selbst begründet die schwachen Zuflüsse mit drei Faktoren: der laufenden Umsetzung des überarbeiteten Risiko- und Compliance-Rahmens, der Unsicherheit durch den Nahost-Konflikt sowie einer Pause bei der Kundenhebelung. Immerhin: In den ersten vier Monaten wurden mehr als 30 neue Relationship Manager eingestellt — die Pipeline für künftiges Wachstum wächst.

Für das erste Halbjahr 2026 erwartet die Bank einen IFRS-Gruppengewinn deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus. Das außergewöhnlich hohe Aktivitätsniveau des ersten Quartals werde sich aber nicht wiederholen, räumte das Management ein. Wie schnell sich das in stärkere Neugeldzuflüsse übersetzt, wird Julius Bär spätestens mit den Halbjahreszahlen belegen müssen.

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