Julius Bär hat die seit April offene Nachfolgefrage an der Spitze des Finanzressorts geklärt. Peter Burrill übernimmt zum 17. August das Amt des Chief Financial Officer und zieht in die Geschäftsleitung der Zürcher Privatbank ein. Die Ernennung steht noch unter dem Vorbehalt der abschließenden behördlichen Genehmigung.
Burrill wechselt von Standard Chartered zu Julius Bär, wo er zuletzt als Interim Group CFO amtierte. Neun Jahre verbrachte er insgesamt bei der britischen Großbank, davor war er fünf Jahre lang Group Head Central Finance und stellvertretender CFO. In dieser Zeit habe er den Finanzbereich der Bank umfassend umgebaut — von der Kerninfrastruktur bis zum Aufbau eines internationalen Teams.
Seine Laufbahn begann bei KPMG, wo er zwei Jahrzehnte als Wirtschaftsprüfer im Financial-Services-Bereich arbeitete, zuletzt als Partner in München und Frankfurt. Bei der Deutschen Bank verantwortete er später als Group Controller und Co-Head Group Finance die gruppenweite Finanzberichterstattung und Regulierung.
Ablöse für Kostakis
Burrill ersetzt Evie Kostakis, die ihren Rücktritt bereits im April angekündigt hatte. Als Begründung nannte sie den Wechsel in eine internationale Führungsposition. Kostakis bleibt der Bank noch für eine geordnete Übergabe erhalten, bevor sie die Gruppe endgültig verlässt.
CEO Stefan Bollinger würdigte in der Mitteilung sowohl den langjährigen Beitrag von Kostakis als auch die Erfahrung des Neuzugangs. Burrill bringe internationale Expertise aus den Kernmärkten der Bank sowie Sachkenntnis aus dem Wealth-Management-Geschäft mit, hieß es. Das dürfte insofern relevant sein, als Julius Bär mit verwalteten Vermögen von 528 Milliarden Franken zum Stichtag Ende April 2026 auf Kontinuität im Finanzressort angewiesen ist, während die Bank ihr internationales Wachstum vorantreibt.
Mit dem Amtsantritt am 17. August ist der Übergang an der Spitze des Finanzressorts terminlich fixiert. Wie sich die Geschäftsleitung unter dem neuen CFO personell und strategisch weiterentwickelt, dürfte sich in den kommenden Quartalsmitteilungen zeigen.
Julius Baer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Julius Baer-Analyse vom 03. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Julius Baer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Julius Baer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
