JPMorgan Aktie: Test an der 200-Tage-Linie

Symbolbild, KI-generiert

JPMorgan erzielte im zweiten Quartal 16,9 Milliarden Dollar; die Aktie testete die 200-Tage-Linie und bleibt charttechnisch angeschlagen.

Auf einen Blick:
  • Quartalsgewinn von 16,9 Milliarden Dollar
  • Materielle Eigenkapitalrendite erreicht 23 Prozent
  • Dividende steigt auf 1,65 Dollar
  • JPMorgan testete die 200-Tage-Linie

Die Aktie von JPMorgan Chase hat am Donnerstag exakt die 200er-EMA-Linie erreicht und dort zunächst Halt gefunden. Fundamental läuft es rund, charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Wo die Bank gerade steht, zeigt der Blick auf Zahlen und Marken.

Solide Zahlen, moderate Bewertung

Im zweiten Quartal verdiente das Institut 16,9 Milliarden Dollar. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital lag bei 23 Prozent. Die Quartalsdividende steigt auf 1,65 Dollar je Aktie, der nächste Ex-Tag ist der 6. Oktober.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 13,6 für 2026 gilt die Bewertung als moderat. Das mittlere Analysten-Kursziel liegt bei gut 377 Dollar, deutlich über dem aktuellen Niveau von etwa 332 Dollar.

Chartbild: Unterstützung gegen Widerstände

Die 200er-EMA-Linie verläuft bei 325,07 Dollar. Der RSI liegt bei knapp 34 und damit nahe am überverkauften Bereich. Im Optionsmarkt konzentriert sich bei 330 Dollar die größte Put-Position, was die Zone zusätzlich stützen könnte.

Nach oben gibt es Hürden. Die 10er-EMA-Linie wartet bei 338,75 Dollar, der 50er-EMA bei 345,96 Dollar. Zudem notieren die Aktien unter der Ichimoku-Wolke.

Gelingt der Sprung über die 10er-Linie, wäre eine Erholung bis zum Junihoch bei 343,44 Dollar möglich. Darüber käme die Marke von 360 Dollar ins Spiel. Rutscht die Aktie dagegen per Tagesschluss unter die 200er-Linie, drohen Abgaben bis 310 Dollar und in den Bereich um 300 Dollar. Dort verläuft die Unterkante der Seitwärtsphase aus Juni und Juli.

Analysten-Arbeit im Sektor

Als Researchhaus ist JPMorgan derweil selbst aktiv. Analystin Delphine Lee hob das Kursziel für ING von 36,30 auf 38,30 Euro an und beließ die Einstufung auf „Overweight“. Sie rechnet für dieses Jahr mit Ausschüttungen von 6,7 Milliarden Euro, etwa 9 Prozent über dem Konsens.

Bei Auto1 senkte Analyst Marcus Diebel dagegen seine operativen Ergebnisprognosen bis 2028 um bis zu 16 Prozent. Die Aktie des Gebrauchtwagenhändlers fiel zeitweise um mehr als acht Prozent.

Der nächste Impuls für die Aktie kommt am 13. Oktober mit den Zahlen zum dritten Quartal. Bis dahin entscheidet sich, ob die 200er-Linie hält oder die Marke von 310 Dollar ins Visier rückt.

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