JPMorgan-Aktie: Organisches Wachstum statt Übernahmen!

JPMorgan-Chef Jamie Dimon kündigt Fokus auf organisches Wachstum an und warnt vor Parallelen zur Finanzkrise 2008.

Auf einen Blick:
  • JPMorgan kann 40 bis 50 Milliarden Dollar Überschusskapital organisch investieren
  • Dimon sieht ähnliche Marktbedingungen wie vor der Finanzkrise 2008
  • Die Bank will AI massiv einsetzen, erwartet aber nicht überall Erfolg
  • JPMorgan entfernt VAE aus Schwellenländer-Anleihenindizes bis Juni

JPMorgan setzt künftig verstärkt auf eigenes Wachstum statt auf teure Übernahmen. Das kündigte CEO Jamie Dimon beim Investoren-Update gestern an. Die Bank verfügt über 40 bis 50 Milliarden Dollar Überschusskapital, das in den kommenden Jahren organisch investiert werden soll. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent.

Dimon macht dabei klar, dass Übernahmen nicht ausgeschlossen sind, wenn sie Sinn ergeben. Im Zahlungsverkehr hat JPMorgan bereits zugekauft, nicht alle Deals waren erfolgreich. Trotzdem könnte die Bank hier erneut aktiv werden. Insgesamt jedoch gilt die Devise: Organisches Wachstum ist besser. Das zeigt Selbstvertrauen in die eigene Kraft.

Beim Thema Künstliche Intelligenz gibt sich der JPMorgan-Chef optimistisch, aber realistisch. Die Bank werde bei AI zu den Gewinnern gehören, allerdings nicht in jedem einzelnen Anwendungsfall erfolgreich sein. Technologie sei das, was alles verändere, so Dimon. JPMorgan will AI bestmöglich einsetzen, um Kunden zu helfen.

Dimon warnt vor Kreditzykluswende und sieht Parallelen zu 2008

Interessant wird es bei Dimons Einschätzung zur aktuellen Marktlage. Er sieht ähnliche Bedingungen wie vor der Finanzkrise 2008, insbesondere bei den hohen Vermögenswerten. Überraschungen gebe es immer in einem Kreditzyklus, besonders wenn er sich dreht. Dann werden die Leute überrascht sein, welche Sektoren betroffen sind, warnt der JPMorgan-Chef.

Die Bank selbst will durch Disziplin keine dummen Dinge tun. Man halte sich an die eigenen Regeln und werde nichts auf die falsche Art aus den falschen Gründen machen. Diese klare Haltung dürfte Anleger beruhigen, die sich an die Exzesse vor 2008 erinnern.

Parallel dazu entfernt JPMorgan die Vereinigten Arabischen Emirate bis Juni aus seinen Schwellenländer-Anleihenindizes. Die VAE haben die Vermögensschwellen drei Jahre in Folge überschritten. Das könnte kurzfristig die Zuflüsse in diese Indizes beeinflussen. Für JPMorgan selbst bleibt die Strategie klar: Wachstum aus eigener Kraft, Vorsicht beim Kreditzyklus und volle Kraft bei AI.

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