Johnson & Johnson hat zum Auftakt des Jahres 2026 ordentlich abgeliefert. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 9,9 Prozent auf 24,06 Milliarden Dollar, das bereinigte EPS lag bei 2,70 Dollar und schlug damit die Konsensschätzung um zwei Cent. Die Jahresprognose wurde angehoben, der CEO sprach von einem „starken Start“ und „game-changing approvals“. Und die Aktie? Veränderte sich vorbörslich nur minimal um 0,18 %.
So ist das halt manchmal an der Börse.
Innovative Medicine trägt die Last
Das Segment Innovative Medicine wuchs operativ um 7,4 Prozent auf gut 15,4 Milliarden Dollar. Die Wachstumstreiber sind bekannt: DARZALEX, CARVYKTI, ERLEADA und das Lungenkrebsduo RYBREVANT/LAZCLUZE im Onkologie-Bereich, dazu TREMFYA in der Immunologie und SPRAVATO in der Neurologie. Gegenwind kommt weiter von STELARA, dessen Patentablauf das Wachstum um rund 920 Basispunkte bremste. Das ist kein neues Problem, aber ein anhaltendes.
MedTech wuchs operativ um 4,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar, getrieben vor allem von Elektrophysiologie-Produkten, Abiomed und Shockwave im Kardiovaskulär-Bereich.
Pipeline voller neuer Zulassungen
Was Joaquin Duato, Chairman und CEO, besonders betont: der Zulassungsregen im Quartal. ICOTYDE, ein orales Peptid gegen Plaque-Psoriasis, das erste seiner Art. TECVAYLI plus DARZALEX FASPRO für Multiples Myelom schon ab der zweiten Behandlungslinie. VARIPULSE Pro in Europa mit einer fünfmal schnelleren Pulssequenz. Dazu die TECNIS PureSee Intraokularlinse für Katarakt-Patienten in den USA. Das ist eine beeindruckende Liste für ein einziges Quartal.
Ob das den Markt langfristig überzeugt, hängt davon ab, wie schnell diese Produkte kommerziell zünden.
Johnson & Johnson Aktie Chart
Prognose angehoben, aber kaum über Konsens
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Johnson & Johnson nun einen berichteten Umsatz von 100,3 bis 101,3 Milliarden Dollar, Mittelpunkt 100,8 Milliarden, also rund 7,0 Prozent Wachstum. Das bereinigte EPS soll zwischen 11,45 und 11,65 Dollar liegen, Mittelpunkt 11,55 Dollar. Der Konsens lag exakt bei 11,55 Dollar. Man hat die Latte also genau auf Höhe der Erwartungen gelegt, nicht drüber.
Genau das dürfte der Grund für die zunächst verhaltene Reaktion der Investoren sein. Zwei Cent EPS-Beat, Prognose am Konsens, freier Cashflow im ersten Quartal bei lediglich rund 1,5 Milliarden Dollar nach 3,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das sind keine Zahlen, die Euphorie auslösen. Solide schon. Aber eben auch nicht mehr.
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