Johnson & Johnson erhält derzeit Rückenwind von drei verschiedenen Seiten. Ein positiver Gerichtsbeschluss, vielversprechende klinische Daten und eine strategische Einigung mit der US-Regierung sorgen gemeinsam für Aufwärtspotenzial.
Durchbruch in der Krebstherapie
Die Stimmung bei Anlegern hellte sich nach der Bekanntgabe der Phase-3-Studie MajesTEC-9 am 14. Januar spürbar auf. Johnson & Johnson präsentierte überzeugende Topline-Ergebnisse für TECVAYLI (Teclistamab) als Monotherapie bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom. Die Daten zeigen im Vergleich zu Standardkombinationstherapien eine 71%ige Reduktion des Risikos für Krankheitsprogress oder Tod. Über 90% der Studienteilnehmer sprachen nicht mehr auf ihre vorherige Therapie an. Diese Ergebnisse stützen direkt die Wachstumsstrategie im innovativen Medikamentengeschäft.
Millionen-Entlastung vor Gericht
Parallel profitierte das Unternehmen von einem wichtigen juristischen Erfolg vor dem Obersten Gerichtshof von Delaware. Das Gericht kippte am 13. Januar Teile einer früheren Schadensersatzforderung in Höhe von rund einer Milliarde Dollar im Zusammenhang mit der Übernahme von Auris Health im Jahr 2019. Marktbeobachter schätzen, dass diese Entscheidung die Haftung des Konzerns um mehrere hundert Millionen Dollar verringern könnte. Die Aktie reagierte mit Kursgewinnen von etwa 1,6% bis 1,9% auf die Nachricht.
Johnson & Johnson Aktie Chart
Strategische Partnerschaft mit der Regierung
Abseits von Labor und Gerichtssaal sicherte sich Johnson & Johnson durch eine freiwillige Vereinbarung mit der Trump-Administration seine zukünftige Produktion. Der am 13. Januar finalisierte Deal gewährt dem Unternehmen Ausnahmen von bestimmten Zöllen im Gegenzug für Zusagen zu heimischer Produktion und Preisparität. Teil der Vereinbarung ist ein 55-Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm in den USA bis Anfang 2029. Konkret angekündigt wurden:
* Eine neue milliardenschwere Arzneimittelproduktionsstätte in Wilson, North Carolina, mit 500 Arbeitsplätzen.
* Ein neuer Standort für Zelltherapien in Pennsylvania.
* Die Teilnahme an der „TrumpRx“-Plattform zur Senkung von Medikamentenkosten für Patienten.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference bekräftigte CEO Joaquin Duato diese Woche die positive Wachstumserwartung für 2026. Das Management prognostiziert für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von etwa 93 Milliarden Dollar. Ein Haupttreiber ist das Immunologie-Portfolio, insbesondere Tremfya (Guselkumab), dessen Spitzenumsatz nun auf über 10 Milliarden Dollar geschätzt wird und damit den Blockbuster Stelara übertrifft. Die Kombination aus reduzierter rechtlicher Belastung, starken klinischen Daten und einem stabilisierten regulatorischen Umfeld stärkt die Position von Johnson & Johnson vor dem anstehenden Quartalsbericht am 21. Januar.
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