Johnson & Johnson Aktie: 55 Milliarden für US-Kapazitäten

Johnson & Johnson baut Kontaktlinsenfertigung in Florida massiv aus. Der Konzern meldet starke Quartalszahlen und erhöht die Jahresprognose für den Gewinn je Aktie.

Auf einen Blick:
  • Milliardeninvestition in US-Produktionsstandort
  • Quartalsumsatz steigt um 6,6 Prozent
  • EPS-Prognose für 2026 konkretisiert
  • Dividendenzahlung am 8. September

Der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson weitet seine Produktionskapazitäten in den USA massiv aus. Das Unternehmen investiert mehr als eine Milliarde US-Dollar in den Ausbau seines Vision-Care-Standorts in Jacksonville, Florida. Die Maßnahme dient der Kapazitätserweiterung für ACUVUE-Kontaktlinsen und ist Teil eines umfassenden Investitionsplans für den US-Heimatmarkt mit einem Gesamtvolumen von 55 Milliarden US-Dollar.

Starke Quartalsbilanz und Dividenden-Termine

Die Investitionsankündigung folgt auf solide Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Johnson & Johnson meldete einen Umsatz von 25,31 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) lag mit 2,90 US-Dollar über der Konsensschätzung der Analysten von 2,84 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 hat das Management die EPS-Prognose auf eine Spanne von 11,60 bis 11,75 US-Dollar konkretisiert.

Für Anleger ist zudem der anstehende Dividendentermin von Bedeutung. Die Quartalsausschüttung in Höhe von 1,34 US-Dollar je Aktie wird am 8. September ausgezahlt. Da der Ex-Tag bereits auf den kommenden Dienstag fällt, müssen Investoren die Aktie rechtzeitig in ihrem Portfolio halten, um bezugsberechtigt zu sein. Die aktuelle Dividendenrendite wird auf Basis der jährlichen Ausschüttung von 5,36 US-Dollar mit etwa 2,0 Prozent beziffert.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Trotz der bereits starken Performance im laufenden Jahr — die Aktie weist seit Jahresbeginn ein Plus von 31 % auf — bleiben Marktexperten optimistisch. Die Analysten von Morgan Stanley beziffern das Kursziel auf 294 US-Dollar, während RBC eine Marke von 287 US-Dollar ins Auge fasst. Der breitere Marktkonsens ordnet das Kursziel bei durchschnittlich 268,22 US-Dollar ein.

Der Titel notiert derzeit rund 16 % über seinem 200-Tage-Durchschnitt, was den anhaltenden Aufwärtstrend unterstreicht. Zuletzt war das Papier bis auf 3,8 % an sein 52-Wochen-Hoch von 241,60 Euro herangerückt.

Unterstützt wurde die Stimmung am Markt auch durch regulatorische Fortschritte in der Pharmasparte: Die Europäische Kommission erteilte kürzlich die Zulassung für eine Kombinationstherapie aus TECVAYLI und Daratumumab, während die US-Gesundheitsbehörde FDA eine 510(k)-Zulassung für das System MONARCH QUEST 3 aussprach.

Juristische Klärung und Insider-Aktivitäten

In einem langwierigen Rechtsstreit gab es am Mittwoch eine Entscheidung, die jedoch nicht das Kernverfahren betrifft. Ein US-Richter entschied, dass Forscher das Unternehmen in einer Studie aus dem Jahr 2020 über den Zusammenhang zwischen Babypuder und Mesotheliom nicht verleumdet haben. Johnson & Johnson kündigte an, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, da das Unternehmen die wissenschaftliche Grundlage der Studie weiterhin bestreitet.

Parallel dazu kam es zu Bewegungen in der Führungsebene. Jennifer Taubert, Executive Vice President bei Johnson & Johnson, veräußerte am Montag 15.000 Aktien zu einem Preis von 263,36 US-Dollar je Anteil, was einem Transaktionswert von rund 3,95 Millionen US-Dollar entspricht.

Solche Insider-Verkäufe sind nach Erreichen von Kurshöchstständen nicht unüblich und werden am Markt oft als gewöhnliche Gewinnmitnahmen zur Diversifizierung privater Portfolios gewertet.

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